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Tierpsychologie Teil II
Letzte Änderung: 10.12.17 Copyright dog-psychology-center.ch
Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt
Cesar Millan Schweiz, Hundetrainer Problemhunde, Resozialisierung Hund, Rudeltherapie Hund, Rudelhaltung, Leithunde, zentrale Leithunde, Hundeprofi, Tierpsychologie, Tierpsychologe Hund, Tierpsychologe Problemhund, Hilfe bei Problemhunden, ängstlicher Hund, aggressiver Hund, angst-aggressiver Hund, Angst-Aggression, unsicherer Hund, Unsicherheiten beim Hund, Rudelführer, Rudelführer Kusi, Studium Tierpsychologie Hund, Verhaltenstherapie Hund, Verhaltenstherapeut Hund
Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y)
Hundeflüsterer, Cesar Millan Schweiz, Tierpsychologe, Tierpsychologie, Tierpsychologe Hund, Tierpsychologe Problemhund, Hundetrainer Problemhunde, Resozialisierung Hund, Rudeltherapie Hund, Rudelhaltung, Leithunde, zentrale Leithunde, Hundeprofi, Hilfe bei Problemhunden, ängstlicher Hund, aggressiver Hund, angst-aggressiver Hund, Angst-Aggression, unsicherer Hund, Unsicherheiten beim Hund, Rudelführer, Rudelführer Kusi, Studium Tierpsychologie Hund, Verhaltenstherapie Hund, Verhaltenstherapie ängstlicher Hund, Verhaltenstherapie Aggressionen, Verhaltenstherapie aggressiver Hund, Verhaltenstherapie Angst- Aggression, Verhaltenstherapie Problemhund, Verhaltenstherapeut Hund, Verhaltenstherapeut Problemhund, Verhaltenstherapeut aggressiver Hund, Verhaltenstherapeut Angst-Aggression,

Hilfe vom Rudel

Das Rudel und meine tagtäglichen Erfahrungen als “Leithund” in einem ständig wechselnden Rudel, ist genau das, was mich von allen anderen Hundetrainern unterscheidet. Das Rudel dient mir dazu, eine sehr genaue Analyse über Ursachen von Fehlverhalten von Hunden zu erstellen. War ein Hund mal 4-5 Tagen im Rudel, so hören Sie von mir nur überaus selten ein “ich weiss nicht, warum er das macht”. Das Feedback vom Rudel ist immer sehr präzise und “fadengeradeaus”. Viele Besitzer haben oft schon lange resigniert: “Der hat das ja schon von Anfang an so getan”, “alle anderen im Wurf sind auch so” oder “ein Beagle bellt halt nun mal”. Meine Chef- Muus interessieren solche Sachen überhaupt nicht :-)   Das Verhalten der Neuankömmlinge im Rudel und insbesondere, wie die anderen Hunde auf den Neuankömmling reagieren, gibt mir jede Menge Informationen über seine Position in der Hierarchie in “seinem Rudel” zu Hause. Anfänglich verstellen sich die meisten Hunde noch, da sie sich in einem neuen Territorium befinden, welches bereits von anderen beansprucht wird. Spätestens nach 2-3 Tagen zeigen sie mir im Rudel wer sie wirklich sind und was zu Hause so alles funktioniert, bzw. wie sie zu Hause ihre Rangordnung beanspruchen oder eben auch nicht.         Grosse Hilfe für ängstliche Hunde Vom Hunderudel kann man lernen, dass man einem unsicheren/ängstlichen Hund keine Zuwendung geben darf. Er wird quasi von den anderen Hunden ignoriert und es wird ihm der nötige Freiraum gelassen. Solche Hunde haben die Tendenz, sich irgendwo zu verkriechen (sichere Höhle, z.B. unter Tisch). Würde man sie sich selbst überlassen, so würde sie wahrscheinlich während Stunden in diesem für sie schlechten Zustand verharren. Solchen Hunden helfe ich, indem ich ihnen anfänglich die Rückzugmöglichkeiten biete und sie nach und nach dazu motiviere, Teil unserer Gemeinschaft zu sein (siehe auch weiter unten “Rudelspaziergänge - wichtig zur Vertrauensbildung und Analyse”. Anfänglich sind die Hunde an mich angeleint und können/müssen das Verhalten der anderen Hunde beobachten, was rasch Vertrauen zum neuen Umfeld schafft. Interessanterweise helfen dann im 2. Schritt gerade die Hunde dem Neuankömmling, die früher genau dasselbe Problem hatten. So hilft z.B. ein ehemals ängstlicher Hund einem neu ankommenden (noch) unsicheren/ängstlichen Hund aus seiner unschönen Situation heraus. Genauso läuft es bei dominanten und/oder aggressiven Hunden ab. Deswegen ist ein grosses Rudel auch so wichtig. Dies erhöht die Chance, dass der passende “Therapie-Hund” zur Stelle ist, um einem Hund mit Problemen so rasch helfen zu können, wie wir Menschen es nie im Stande wären...        Wer spielt mit wem? Alleine aufgrund der Tatsache, welchen Hund sich der Neuankömmling zum “spielen” aussucht, gibt mir jede Menge Feedback über den Status des Hundes, den er zu Hause für sich beansprucht. So suchen sich z.B. dominante Hunde (Anführer-Typen) immer den dominantesten Hund im Rudel aus, nicht zum spielen (wie wir Menschen interpretieren würden), sondern um sich mit dem “Konkurrent” in der Rangordnung zu messen. Jede Berührung unter den Hunden entspricht einem Punkt. Derjenige der am Schluss die meisten Punkte (Berührungen) hatte, ist der Ranghöhere der beiden.         Wenn Hunde im Rudel nicht spielen (können...) Ein unbeschwerter Hund - ohne grosse Probleme - kommt bei uns durchs Tor und dann geht nach ruhiger Begrüssung die Post ab: herum-toben, spielen, Sozialkontakte pflegen - einfach Hund sein! Leider können dies nur die wenigsten (wenn z.B. “ihr Besitz” dabei ist oder sie z.B. nicht kastriert sind), weil sie Verantwortung tragen, bzw. weil sie zum Besitzer schauen müssen, damit ihnen auch ja kein anderer Hund “ihren Besitz” streitig machen kann. Solche Hunde verhalten sich dann aber meist sofort ganz anders, wenn “ihr Besitz” dann weg ist. Unkastrierte Hunde hingegen verlieren das Markierverhalten selbstverständlich nicht, wenn sich der Besitzer entfernt.                   Rudelspaziergänge wichtig zur Vertrauensbildung und Analyse Unsere Rudelspaziergänge jeweils am Morgen und am Abend sind für die Hunde das “Highlight” des Tages. Sie lernen im Rudelverband zusammen zu bleiben, spielerisch/kontrolliert Energie abzulassen, nicht zu jagen, etc. Auch lernen Sie dank den zahlreichen, verschiedensten Begegnungen respektvoll mit dem Umfeld umzugehen (z.B. Wild, Jogger, Reiter, Spaziergänger (mit/ohne Hund), Waldarbeiter, Schulklassen, etc.). Diese Spaziergänge sind besonders für unsichere/ängstliche Hunde sehr hilfreich, da sie quasi auf “neutralem Territorium” (in einem anderen Raum) stattfinden und zur raschen Vertrauensbildung zum Rudel und zu seinem Führer beitragen.         Die Rudeltrennung als wichtiges psychologisches Mittel   Besonders für dominante Hunde ist eine kurze, gezielte Trennung vom Rudel eine äusserst wirksame Therapieform. Gerade weil dominante Hunde meist Führungsanspruch haben und immer (zuvorderst) im Geschehen dabei sein wollen, wirkt eine kurze Rudeltrennung innert kürzester Zeit Wunder. So wird ein Hund der z.B. jemanden “ännet am Zaun” verbellen möchte genau 1x gewarnt. Beim 2. Mal wird er (komentarlos) ins Haus beordert, wo er von drinnen zuschauen muss, wie sich die Hunde, die sich anständig verhalten, vergnügen können. Vom Rudel ausgeschlossen zu sein, resp. zusehen zu müssen wie andere sich mit dem Stärksten messen ist die beste “Medizin” für solche Hunde. Nach einigen Minuten bekommen sie dann ihre nächste Chance. So verknüpfen Hunde innerhalb von nur wenigen Stunden, dass sich korrektes Verhalten lohnt - bzw. Fehlverhalten eben nicht.   Das Rudel als Frühindikator von anstehenden Problemen (z.B. beim Kontrollsyndrom)   Wegen der unterschiedlichsten Zusammensetzung des Rudels und den vielen speziellen Situationen (z.B. bei Fütterung, Transport im Bus, bei Besuch, Ankunft von neuen Hunden, etc.) werden viele Situationen geschaffen, in denen Hunde falsch reagieren können. In einer Stunde so viele, wie wir sonst im normalen Alltag gar nicht erleben dürften oder ein vielfaches an Zeit benötigen würden, um Anzeichen zu Fehlverhalten überhaupt erkennen zu können. Der Hauptgrund dafür ist, dass es z.B. zu Hause meist gar nichts zu verteidigen gibt - bis z.B. Besuch (mit speziellem Hund) kommt.   Besonders auf den Rudelspaziergängen kann ich Frühindikatoren bei Hunden erkennen, die zum Kontrollsyndrom neigen oder es bereits tun. Einige Hunde kontrollieren ihre Besitzer auf subtilste und unauffälligste Art und Weise, die man auch beim Heranziehen eines Experten meist nicht ausmachen kann, da sich die Hunde in diesen Momenten dann oft anders verhalten würden. Im Rudel hingegen müssen sie mir zeigen, dass sie zu Hause ihr Umfeld kontrollieren. Sie zeigen mir auch wie sie es anstellen...         Das Kontrollsyndrom ist aus tierpsychologischer Sicht eines der grössten Übel, die ein Hund mit sich tragen kann. Es überträgt ihm so viel Verantwortung, dass er dann ausserhalb seiner sicheren Umgebung umso mehr überfordert ist (Unsicherheit oder Angst). Hunde mit Kontrollsyndrom können nur ganz selten abschalten (wenn sie z.B. gerade auf ihrem Besitz liegen und bemerken würden, wenn dieser aufsteht). Andernfalls hindert sie ihre Verantwortung auch nur ein Auge zu schliessen und zu entspannen. Sie befinden sich quasi im “Daueraufpasser-Modus”. Solche Hunde dürften auch nie die Chance haben, das theoretisch mögliche Lebensalter zu erreichen, weil die Erholungsphasen fehlen...         Das Kontrollsyndrom und seine Auswirkungen auf den Hund und sein Umfeld wird mit der Zeit meist immer schlimmer, bis es  schlussendlich dann zum (wirklich problematischen) Kontrollverlust führt. In solchen Fällen kann der Hund nicht mehr alleine zu Hause gelassen werden (Kombination Bellen/Heulen/Schluchzen) und dies sollten sie auch nicht mehr tun, denn es bedeutet die Hölle für ihren Hund - jedesmal wenn das, was er kontrollieren sollte sich (unerlaubter-weise) entfernt. Solche Hunde brauchen Hilfe!         Das Tragische am Kontrollsyndrom ist, dass solche Hunde oft sehr manipulativ arbeiten und ihre Situation wird mit der Zeit immer schlimmer. Viele Halter haben Probleme Kontrollverhalten überhaupt zu erkennen oder richtig zu interpretieren. Im günstigeren Fall bemerken Hundehalter das Kontrollverhalten ihres Hundes nicht. Im schlimmeren Fall miss-interpretieren  wir das Fehlverhalten und bestärken den Hund, indem wir es - immer wieder - falsch bestätigen.          So lernen wir z.B. in der klassischen Hundeschule, dass wir Blickkontakte vom Hund belohnen sollen. Solche Hunde drehen den Spiess aber um und bestimmen dann über ihre Halter, wann sie wieder belohnt werden wollen (oder Zuwendung in irgendeiner Form).    Kastration - sollte mein Rüde kastriert werden? Das Rudel hat die Antwort! Dies ist eine Frage, die oft gestellt wird und auch sehr kontrovers - teilweise sogar emotional - diskutiert wird. Meistens sind es Männer die vorwiegend Probleme haben, ihren Rüden kastrieren zu lassen. Sie glauben u.a., ihr Hund wäre nach einer Kastration “kein richtiger Kerl” mehr. Dies ist ein gutes Beispiel von menschlicher Logik, welche sich eben nicht auf die Natur übertragen lässt.   Unkastrierte Hunde, welche kastriert werden sollten, sind im Alltag vorwiegend auf den Spaziergängen sexuell gestresst. Sie ziehen in der Regel ihre Besitzer von Duftmarke zu Duftmarke, welche sie unbedingt überdecken müssen. Oft zeigen solche Hunde auch Begleiterscheinungen wie übermässiges Hächeln, Sabbern, etc. Kommt so ein Rüde in ein Hunderudel von mehreren unkastrierten Rüden, bzw. in ein Territorium wo vorher ganz viele “Konkurrenten” bereits ihre Duftmarke hinterlassen haben, so können sie sich vorstellen, wie viel Arbeit der Neuankömmling hat, denn er MUSS jede Marke überdecken (er würde versuchen den ganzen Tag nichts anderes zu tun...). Dann steht er schon vor dem nächsten Problem: Mein (unkastrierter) Leithund wird es nicht zulassen, dass der Neuankömmling SEINE Marken in seinem Territorium überdeckt... Gibt es noch andere fremde Rüden, so könnte es - ohne meine Aufmerksamkeit und Kontrolle - rasch zu einem Kampf kommen.   Ein kastrierter Hund hingegen kommt als “Neutrum” in unser Rudel und hat keine Konkurrenten, sondern nur Freunde, mit denen man von Anfang an (unbeschwert) spielen kann, ohne sich unbedingt um die Rangordnung kümmern zu müssen.   Können Hundehalter diesen Unterschied im Rudel live erleben, so wird so manchem klar, dass es keinen besseren Experten als das Rudel gibt, um diese Frage zu beantworten. Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass jeder Rüde grundsätzlich kastriert werden sollte. Kommt der Hinweis zur Kastration vom Rudel, so sollte dieser Rat (seinem Hund zu liebe) auch befolgt werden. Bisher hat noch keiner den Ratschlag des Rudels bereut, denn die Natur liegt immer richtig!      Informationen über die Vor- und Nachteile einer Kastration aus medizinischer Sicht, finden sie hier.

Respekt und Vertrauen

Ohne Respekt - kein Vertrauen. Das sind die Naturgesetze, welche immer gelten. Oder würden Sie selbst jemandem vertrauen, den sie nicht respektieren können?    Das Vertrauen zu gewinnen, ist der erste und wichtigste Schritt in meiner Arbeit.  Dieses Vertrauen kann mir der Hund aber nur schenken, wenn ich mich ihm gegenüber “hündisch korrekt” und respektvoll verhalte.    Ein gutes Beispiel für respektloses Verhalten, sind die vielen “sogenannten Hundefans”, die bei einer Hunde- Begegnung vor lauter Freude, meist (zu) rasch und mit vielen lieben (gut-gemeinten) Worten von oben auf einen kleinen Hund “losgehen” (als würden sie ein Grosskind begrüssen...), welcher sich verständlicherweise vor lauter Angst duckt oder zurückzieht. Eine respektvolle Begegnung (aus Sicht des Hundes) wäre, wenn diese Person sich als “Hundekenner” nähern würde, indem sie sich wortlos und ohne Augenkontakt neben den Hund hinknien würde, bis dieser sein Interesse an uns bekundet, indem er beginnt an uns zu riechen. Dies ist der Moment, wo man ihn von unten anfassen kann (wortlos), ohne ihn zu bedrängen.   Oft benötigt man so nur wenige Sekunden oder Minuten, bis man das Vertrauen eines jeden Hundes erlangt. Bräuchte es Stunden, so würde ich mir auch diese Zeit nehmen, denn ohne Vertrauen kann ich keinem Hund aus seiner Situation heraus helfen.   Reicht man dem Hund (der sonst gewohnt ist, alles um ihn herum zu besitzen) dann den “kleinen Finger”, so versucht dieser meist durch dominante Annäherungsversuche gleich die ganze Hand zu bekommen. Korrigiert man dieses dominante Verhalten auf artgerechte Art, so merkt dieser sofort, dass jemand die Kontrolle übernommen hat, bzw. die Führung beansprucht und überlässt mir (respektvoll) “seinen” Raum, bzw. gibt auf, diesen für sich zu beanspruchen.     Wie wichtig diese Führung für Hunde ist, können Hundehalter jeweils bei meinen Hausbesuchen live miterleben. Da kommt ein wildfremder Typ und der Hund verhält sich plötzlich ganz anders - ohne wochenlanges Training. Verabschiede ich mich dann nach 1-2 Stunden von den Hundehaltern, dann passiert es oft, dass besonders ängstliche Hunde mir nachlaufen wollen. Diese würden ihr (von Menschen geschaffenes) Paradies für etwas Führung und Sicherheit aufgeben.    Dieses Verhalten des eigenen Hundes zu erleben tut den Hundehaltern anfänglich zwar weh... Es ermutigt sie jedoch, ihrem Hund auch diese Sicherheit geben zu wollen, bzw. ihm die Verantwortung abzunehmen, indem sie an ihrem Umgang mit Ihrem Hund  arbeiten und dabei anfangen ihn als Hund und nicht als Ersatz für etwas “Menschliches” zu sehen. Dem eigenen Hund ein vertrauensvoller Rudelführer zu werden ist einfacher als man denkt Du bringst den Willen dazu mit - ich zeige Dir den Weg...  
Wenn Hunde Hunden helfen - Ohne Worte ... Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Die Kunst der Dominanz - sieht gefährlich aus - ist es aber überhaupt nicht! Hunde-Typen Hundeschulen vs. Tierpsychologie Kontakt
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Tierpsychologie Teil II
Letzte Änderung: 23 .10.17      Copyright dog-psychology-center.ch
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Hilfe vom Rudel Das Rudel und meine tagtäglichen Erfahrungen als “Leithund” in einem ständig wechselnden Rudel, ist genau das, was mich von allen anderen Hundetrainern unterscheidet. Das Rudel dient mir dazu, eine sehr genaue Analyse über Ursachen von Fehlverhalten von Hunden zu erstellen. War ein Hund mal 4-5 Tagen im Rudel, so hören Sie von mir nur überaus selten ein “ich weiss nicht, warum er das macht”. Das Feedback vom Rudel ist immer sehr präzise und “fadengeradeaus”. Viele Besitzer haben oft schon lange resigniert: “Der hat das ja schon von Anfang an so getan”, “alle anderen im Wurf sind auch so” oder “ein Beagle bellt halt nun mal”. Meine Chef-Muus interessieren solche Sachen überhaupt nicht :-)   Das Verhalten der Neuankömmlinge im Rudel und insbesondere, wie die anderen Hunde auf den Neuankömmling reagieren, gibt mir jede Menge Informationen über seine Position in der Hierarchie in “seinem Rudel” zu Hause. Anfänglich verstellen sich die meisten Hunde noch, da sie sich in einem neuen Territorium befinden, welches bereits von anderen beansprucht wird. Spätestens nach 2-3 Tagen zeigen sie mir im Rudel wer sie wirklich sind und was zu Hause so alles funktioniert, bzw. wie sie zu Hause ihre Rangordnung beanspruchen oder eben auch nicht.         Grosse Hilfe für ängstliche Hunde Vom Hunderudel kann man lernen, dass man einem unsicheren/ängstlichen Hund keine Zuwendung geben darf. Er wird quasi von den anderen Hunden ignoriert und es wird ihm der nötige Freiraum gelassen. Solche Hunde haben die Tendenz, sich irgendwo zu verkriechen (sichere Höhle, z.B. unter Tisch). Würde man sie sich selbst überlassen, so würde sie wahrscheinlich während Stunden in diesem für sie schlechten Zustand verharren. Solchen Hunden helfe ich, indem ich ihnen anfänglich die Rückzugmöglichkeiten biete und sie nach und nach dazu motiviere, Teil unserer Gemeinschaft zu sein (siehe auch weiter unten “Rudelspaziergänge - wichtig zur Vertrauensbildung und Analyse”. Anfänglich sind die Hunde an mich angeleint und können/müssen das Verhalten der anderen Hunde beobachten, was rasch Vertrauen zum neuen Umfeld schafft. Interessanterweise helfen dann im 2. Schritt gerade die Hunde dem Neuankömmling, die früher genau dasselbe Problem hatten. So hilft z.B. ein ehemals ängstlicher Hund einem neu ankommenden (noch) unsicheren/ängstlichen Hund aus seiner unschönen Situation heraus. Genauso läuft es bei dominanten und/oder aggressiven Hunden ab. Deswegen ist ein grosses Rudel auch so wichtig. Dies erhöht die Chance, dass der passende “Therapie-Hund” zur Stelle ist, um einem Hund mit Problemen so rasch helfen zu können, wie wir Menschen es nie im Stande wären...        Wer spielt mit wem? Alleine aufgrund der Tatsache, welchen Hund sich der Neuankömmling zum “spielen” aussucht, gibt mir jede Menge Feedback über den Status des Hundes, den er zu Hause für sich beansprucht. So suchen sich z.B. dominante Hunde (Anführer-Typen) immer den dominantesten Hund im Rudel aus, nicht zum spielen (wie wir Menschen interpretieren würden), sondern um sich mit dem “Konkurrent” in der Rangordnung zu messen. Jede Berührung unter den Hunden entspricht einem Punkt. Derjenige der am Schluss die meisten Punkte (Berührungen) hatte, ist der Ranghöhere der beiden.         Wenn Hunde im Rudel nicht spielen (können...) Ein unbeschwerter Hund - ohne grosse Probleme - kommt bei uns durchs Tor und dann geht nach ruhiger Begrüssung die Post ab: herum-toben, spielen, Sozialkontakte pflegen - einfach Hund sein! Leider können dies nur die wenigsten (wenn z.B. “ihr Besitz” dabei ist oder sie z.B. nicht kastriert sind), weil sie Verantwortung tragen, bzw. weil sie zum Besitzer schauen müssen, damit ihnen auch ja kein anderer Hund “ihren Besitz” streitig machen kann. Solche Hunde verhalten sich dann aber meist sofort ganz anders, wenn “ihr Besitz” dann weg ist. Unkastrierte Hunde hingegen verlieren das Markierverhalten selbstverständlich nicht, wenn sich der Besitzer entfernt.                   Rudelspaziergänge wichtig zur Vertrauensbildung und Analyse Unsere Rudelspaziergänge jeweils am Morgen und am Abend sind für die Hunde das “Highlight” des Tages. Sie lernen im Rudelverband zusammen zu bleiben, spielerisch/kontrolliert Energie abzulassen, nicht zu jagen, etc. Auch lernen Sie dank den zahlreichen, verschiedensten Begegnungen respektvoll mit dem Umfeld umzugehen (z.B. Wild, Jogger, Reiter, Spaziergänger (mit/ohne Hund), Waldarbeiter, Schulklassen, etc.). Diese Spaziergänge sind besonders für unsichere/ängstliche Hunde sehr hilfreich, da sie quasi auf “neutralem Territorium” (in einem anderen Raum) stattfinden und zur raschen Vertrauensbildung zum Rudel und zu seinem Führer beitragen.         Die Rudeltrennung als wichtiges psychologisches Mittel   Besonders für dominante Hunde ist eine kurze, gezielte Trennung vom Rudel eine äusserst wirksame Therapieform. Gerade weil dominante Hunde meist Führungsanspruch haben und immer (zuvorderst) im Geschehen dabei sein wollen, wirkt eine kurze Rudeltrennung innert kürzester Zeit Wunder. So wird ein Hund der z.B. jemanden “ännet am Zaun” verbellen möchte genau 1x gewarnt. Beim 2. Mal wird er (komentarlos) ins Haus beordert, wo er von drinnen zuschauen muss, wie sich die Hunde, die sich anständig verhalten, vergnügen können. Vom Rudel ausgeschlossen zu sein, resp. zusehen zu müssen wie andere sich mit dem Stärksten messen ist die beste “Medizin” für solche Hunde. Nach einigen Minuten bekommen sie dann ihre nächste Chance. So verknüpfen Hunde innerhalb von nur wenigen Stunden, dass sich korrektes Verhalten lohnt - bzw. Fehlverhalten eben nicht.   Das Rudel als Frühindikator von anstehenden Problemen (z.B. beim Kontrollsyndrom)   Wegen der unterschiedlichsten Zusammensetzung des Rudels und den vielen speziellen Situationen (z.B. bei Fütterung, Transport im Bus, bei Besuch, Ankunft von neuen Hunden, etc.) werden viele Situationen geschaffen, in denen Hunde falsch reagieren können. In einer Stunde so viele, wie wir sonst im normalen Alltag gar nicht erleben dürften oder ein vielfaches an Zeit benötigen würden, um Anzeichen zu Fehlverhalten überhaupt erkennen zu können. Der Hauptgrund dafür ist, dass es z.B. zu Hause meist gar nichts zu verteidigen gibt - bis z.B. Besuch (mit speziellem Hund) kommt.   Besonders auf den Rudelspaziergängen kann ich Frühindikatoren bei Hunden erkennen, die zum Kontrollsyndrom neigen oder es bereits tun. Einige Hunde kontrollieren ihre Besitzer auf subtilste und unauffälligste Art und Weise, die man auch beim Heranziehen eines Experten meist nicht ausmachen kann, da sich die Hunde in diesen Momenten dann oft anders verhalten würden. Im Rudel hingegen müssen sie mir zeigen, dass sie zu Hause ihr Umfeld kontrollieren. Sie zeigen mir auch wie sie es anstellen...         Das Kontrollsyndrom ist aus tierpsychologischer Sicht eines der grössten Übel, die ein Hund mit sich tragen kann. Es überträgt ihm so viel Verantwortung, dass er dann ausserhalb seiner sicheren Umgebung umso mehr überfordert ist (Unsicherheit oder Angst). Hunde mit Kontrollsyndrom können nur ganz selten abschalten (wenn sie z.B. gerade auf ihrem Besitz liegen und bemerken würden, wenn dieser aufsteht). Andernfalls hindert sie ihre Verantwortung auch nur ein Auge zu schliessen und zu entspannen. Sie befinden sich quasi im “Daueraufpasser-Modus”. Solche Hunde dürften auch nie die Chance haben, das theoretisch mögliche Lebensalter zu erreichen, weil die Erholungsphasen fehlen...         Das Kontrollsyndrom und seine Auswirkungen auf den Hund und sein Umfeld wird mit der Zeit meist immer schlimmer, bis es  schlussendlich dann zum (wirklich problematischen) Kontrollverlust führt. In solchen Fällen kann der Hund nicht mehr alleine zu Hause gelassen werden (Kombination Bellen/Heulen/Schluchzen) und dies sollten sie auch nicht mehr tun, denn es bedeutet die Hölle für ihren Hund - jedesmal wenn das, was er kontrollieren sollte sich (unerlaubter-weise) entfernt. Solche Hunde brauchen Hilfe!         Das Tragische am Kontrollsyndrom ist, dass solche Hunde oft sehr manipulativ arbeiten  und ihre Situation wird mit der Zeit immer schlimmer. Viele Halter haben Probleme Kontrollverhalten überhaupt zu erkennen oder richtig zu interpretieren. Im günstigeren Fall bemerken Hundehalter das Kontrollverhalten ihres Hundes nicht. Im schlimmeren Fall miss-interpretieren wir das Fehlverhalten und bestärken den Hund, indem wir es - immer wieder - falsch bestätigen.          So lernen wir z.B. in der klassischen Hundeschule, dass wir Blickkontakte vom Hund belohnen sollen. Solche Hunde drehen den Spiess aber um und bestimmen dann über ihre Halter, wann sie wieder belohnt werden wollen (oder Zuwendung in irgendeiner Form).    Kastration - sollte mein Rüde kastriert werden? Das Rudel hat die Antwort! Dies ist eine Frage, die oft gestellt wird und auch sehr kontrovers - teilweise sogar emotional - diskutiert wird. Meistens sind es Männer die vorwiegend Probleme haben, ihren Rüden kastrieren zu lassen. Sie glauben u.a., ihr Hund wäre nach einer Kastration “kein richtiger Kerl” mehr. Dies ist ein gutes Beispiel von menschlicher Logik, welche sich eben nicht auf die Natur übertragen lässt.   Unkastrierte Hunde, welche kastriert werden sollten, sind im Alltag vorwiegend auf den Spaziergängen sexuell gestresst. Sie ziehen in der Regel ihre Besitzer von Duftmarke zu Duftmarke, welche sie unbedingt überdecken müssen. Oft zeigen solche Hunde auch Begleiterscheinungen wie übermässiges Hächeln, Sabbern, etc. Kommt so ein Rüde in ein Hunderudel von mehreren unkastrierten Rüden, bzw. in ein Territorium wo vorher ganz viele “Konkurrenten” bereits ihre Duftmarke hinterlassen haben, so können sie sich vorstellen, wie viel Arbeit der Neuankömmling hat, denn er MUSS jede Marke überdecken (er würde versuchen den ganzen Tag nichts anderes zu tun...). Dann steht er schon vor dem nächsten Problem: Mein (unkastrierter) Leithund wird es nicht zulassen, dass der Neuankömmling SEINE Marken in seinem Territorium überdeckt... Gibt es noch andere fremde Rüden, so könnte es - ohne meine Aufmerksamkeit und Kontrolle - rasch zu einem Kampf kommen.   Ein kastrierter Hund hingegen kommt als “Neutrum” in unser Rudel und hat keine Konkurrenten, sondern nur Freunde, mit denen man von Anfang an (unbeschwert) spielen kann, ohne sich unbedingt um die Rangordnung kümmern zu müssen.   Können Hundehalter diesen Unterschied im Rudel live erleben, so wird so manchem klar, dass es keinen besseren Experten als das Rudel gibt, um diese Frage zu beantworten. Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass jeder Rüde grundsätzlich kastriert werden sollte. Kommt der Hinweis zur Kastration vom Rudel, so sollte dieser Rat (seinem Hund zu liebe) auch befolgt werden. Bisher hat noch keiner den Ratschlag des Rudels bereut, denn die Natur liegt immer richtig!      Informationen über die Vor- und Nachteile einer Kastration aus medizinischer Sicht, finden sie hier.   Respekt und Vertrauen Ohne Respekt - kein Vertrauen. Das sind die Naturgesetze, welche immer gelten. Oder würden Sie selbst jemandem vertrauen, den sie nicht respektieren können?    Das Vertrauen zu gewinnen, ist der erste und wichtigste Schritt in meiner Arbeit.  Dieses Vertrauen kann mir der Hund aber nur schenken, wenn ich mich ihm gegenüber “hündisch korrekt” und respektvoll verhalte.    Ein gutes Beispiel für respektloses Verhalten, sind die vielen “sogenannten Hundefans”, die bei einer Hunde-Begegnung vor lauter Freude, meist (zu) rasch und mit vielen lieben (gut-gemeinten) Worten von oben auf einen kleinen Hund “losgehen” (als würden sie ein Grosskind begrüssen...), welcher sich verständlicherweise vor lauter Angst duckt oder zurückzieht. Eine respektvolle Begegnung (aus Sicht des Hundes)  wäre, wenn diese Person sich als “Hundekenner” nähern würde, indem sie sich wortlos und ohne Augenkontakt neben den Hund hinknien würde, bis dieser sein Interesse an uns bekundet, indem er beginnt an uns zu riechen. Dies ist der Moment, wo man ihn von unten anfassen kann (wortlos), ohne ihn zu bedrängen.   Oft benötigt man so nur wenige Sekunden oder Minuten, bis man das Vertrauen eines jeden Hundes erlangt. Bräuchte es Stunden, so würde ich mir auch diese Zeit nehmen, denn ohne Vertrauen kann ich keinem Hund aus seiner Situation heraus helfen.   Reicht man dem Hund (der sonst gewohnt ist, alles um ihn herum zu besitzen) dann den “kleinen Finger”, so versucht dieser meist durch dominante Annäherungsversuche gleich die ganze Hand zu bekommen. Korrigiert man dieses dominante Verhalten auf artgerechte Art, so merkt dieser sofort, dass jemand die Kontrolle übernommen hat, bzw. die Führung beansprucht und überlässt mir (respektvoll) “seinen” Raum, bzw. gibt auf, diesen für sich zu beanspruchen.     Wie wichtig diese Führung für Hunde ist, können Hundehalter jeweils bei meinen Hausbesuchen live miterleben. Da kommt ein wildfremder Typ und der Hund verhält sich plötzlich ganz anders - ohne wochenlanges Training. Verabschiede ich mich dann nach 1- 2 Stunden von den Hundehaltern, dann passiert es oft, dass besonders ängstliche Hunde mir nachlaufen wollen. Diese würden ihr (von Menschen geschaffenes) Paradies für etwas Führung und Sicherheit aufgeben.    Dieses Verhalten des eigenen Hundes zu erleben tut den Hundehaltern anfänglich zwar weh... Es ermutigt sie jedoch, ihrem Hund auch diese Sicherheit geben zu wollen, bzw. ihm die Verantwortung abzunehmen, indem sie an ihrem Umgang mit Ihrem Hund  arbeiten und dabei anfangen ihn als Hund und nicht als Ersatz für etwas “Menschliches” zu sehen. Dem eigenen Hund ein vertrauensvoller Rudelführer zu werden ist einfacher als man denkt... Du bringst den Willen dazu mit - ich zeige Dir den Weg...  
Wenn Hunde Hunden helfen - Ohne Worte ... Die Kunst der Dominanz - sieht gefährlich aus - ist es aber überhaupt nicht! Hunde-Typen Hundeschulen vs. Tierpsychologie Kontakt Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi)
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Hilfe vom Rudel Das Rudel und meine tagtäglichen Erfahrungen als “Leithund” in einem ständig wechselnden Rudel, ist genau das, was mich von allen anderen Hundetrainern unterscheidet. Das Rudel dient mir dazu, eine sehr genaue Analyse über Ursachen von Fehlverhalten von Hunden zu erstellen. War ein Hund mal 4-5 Tagen im Rudel, so hören Sie von mir nur überaus selten ein “ich weiss nicht, warum er das macht”. Das Feedback vom Rudel ist immer sehr präzise und “fadengeradeaus”. Viele Besitzer haben oft schon lange resigniert: “Der hat das ja schon von Anfang an so getan”, “alle anderen im Wurf sind auch so” oder “ein Beagle bellt halt nun mal”. Meine Chef-Muus interessieren solche Sachen überhaupt nicht :-)   Das Verhalten der Neuankömmlinge im Rudel und insbesondere, wie die anderen Hunde auf den Neuankömmling reagieren, gibt mir jede Menge Informationen über seine Position in der Hierarchie in “seinem Rudel” zu Hause. Anfänglich verstellen sich die meisten Hunde noch, da sie sich in einem neuen Territorium befinden, welches bereits von anderen beansprucht wird. Spätestens nach 2-3 Tagen zeigen sie mir im Rudel wer sie wirklich sind und was zu Hause so alles funktioniert, bzw. wie sie zu Hause ihre Rangordnung beanspruchen oder eben auch nicht.         Grosse Hilfe für ängstliche Hunde Vom Hunderudel kann man lernen, dass man einem unsicheren/ängstlichen Hund keine Zuwendung geben darf. Er wird quasi von den anderen Hunden ignoriert und es wird ihm der nötige Freiraum gelassen. Solche Hunde haben die Tendenz, sich irgendwo zu verkriechen (sichere Höhle, z.B. unter Tisch). Würde man sie sich selbst überlassen, so würde sie wahrscheinlich während Stunden in diesem für sie schlechten Zustand verharren. Solchen Hunden helfe ich, indem ich ihnen anfänglich die Rückzugmöglichkeiten biete und sie nach und nach dazu motiviere, Teil unserer Gemeinschaft zu sein (siehe auch weiter unten “Rudelspaziergänge - wichtig zur Vertrauensbildung und Analyse”. Anfänglich sind die Hunde an mich angeleint und können/müssen das Verhalten der anderen Hunde beobachten, was rasch Vertrauen zum neuen Umfeld schafft. Interessanterweise helfen dann im 2. Schritt gerade die Hunde dem Neuankömmling, die früher genau dasselbe Problem hatten. So hilft z.B. ein ehemals ängstlicher Hund einem neu ankommenden (noch) unsicheren/ängstlichen Hund aus seiner unschönen Situation heraus. Genauso läuft es bei dominanten und/oder aggressiven Hunden ab. Deswegen ist ein grosses Rudel auch so wichtig. Dies erhöht die Chance, dass der passende “Therapie-Hund” zur Stelle ist, um einem Hund mit Problemen so rasch helfen zu können, wie wir Menschen es nie im Stande wären...        Wer spielt mit wem? Alleine aufgrund der Tatsache, welchen Hund sich der Neuankömmling zum “spielen” aussucht, gibt mir jede Menge Feedback über den Status des Hundes, den er zu Hause für sich beansprucht. So suchen sich z.B. dominante Hunde (Anführer-Typen) immer den dominantesten Hund im Rudel aus, nicht zum spielen (wie wir Menschen interpretieren würden), sondern um sich mit dem “Konkurrent” in der Rangordnung zu messen. Jede Berührung unter den Hunden entspricht einem Punkt. Derjenige der am Schluss die meisten Punkte (Berührungen) hatte, ist der Ranghöhere der beiden.         Wenn Hunde im Rudel nicht spielen (können...) Ein unbeschwerter Hund - ohne grosse Probleme - kommt bei uns durchs Tor und dann geht nach ruhiger Begrüssung die Post ab: herum-toben, spielen, Sozialkontakte pflegen - einfach Hund sein! Leider können dies nur die wenigsten (wenn z.B. “ihr Besitz” dabei ist oder sie z.B. nicht kastriert sind), weil sie Verantwortung tragen, bzw. weil sie zum Besitzer schauen müssen, damit ihnen auch ja kein anderer Hund “ihren Besitz” streitig machen kann. Solche Hunde verhalten sich dann aber meist sofort ganz anders, wenn “ihr Besitz” dann weg ist. Unkastrierte Hunde hingegen verlieren das Markierverhalten selbstverständlich nicht, wenn sich der Besitzer entfernt.           Rudelspaziergänge wichtig zur Vertrauensbildung und Analyse Unsere Rudelspaziergänge jeweils am Morgen und am Abend sind für die Hunde das “Highlight” des Tages. Sie lernen im Rudelverband zusammen zu bleiben, spielerisch/kontrolliert Energie abzulassen, nicht zu jagen, etc. Auch lernen Sie dank den zahlreichen, verschiedensten Begegnungen respektvoll mit dem Umfeld umzugehen (z.B. Wild, Jogger, Reiter, Spaziergänger (mit/ohne Hund), Waldarbeiter, Schulklassen, etc.). Diese Spaziergänge sind besonders für unsichere/ängstliche Hunde sehr hilfreich, da sie quasi auf “neutralem Territorium” (in einem anderen Raum) stattfinden und zur raschen Vertrauensbildung zum Rudel und zu seinem Führer beitragen.         Die Rudeltrennung als wichtiges psychologisches Mittel   Besonders für dominante Hunde ist eine kurze, gezielte Trennung vom Rudel eine äusserst wirksame Therapieform. Gerade weil dominante Hunde meist Führungsanspruch haben und immer (zuvorderst) im Geschehen dabei sein wollen, wirkt eine kurze Rudeltrennung innert kürzester Zeit Wunder. So wird ein Hund der z.B. jemanden “ännet am Zaun” verbellen möchte genau 1x gewarnt. Beim 2. Mal wird er (komentarlos) ins Haus beordert, wo er von drinnen zuschauen muss, wie sich die Hunde, die sich anständig verhalten, vergnügen können. Vom Rudel ausgeschlossen zu sein, resp. zusehen zu müssen wie andere sich mit dem Stärksten messen ist die beste “Medizin” für solche Hunde. Nach einigen Minuten bekommen sie dann ihre nächste Chance. So verknüpfen Hunde innerhalb von nur wenigen Stunden, dass sich korrektes Verhalten lohnt - bzw. Fehlverhalten eben nicht.   Das Rudel als Frühindikator von anstehenden Problemen (z.B. beim Kontrollsyndrom)   Wegen der unterschiedlichsten Zusammensetzung des Rudels und den vielen speziellen Situationen (z.B. bei Fütterung, Transport im Bus, bei Besuch, Ankunft von neuen Hunden, etc.) werden viele Situationen geschaffen, in denen Hunde falsch reagieren können. In einer Stunde so viele, wie wir sonst im normalen Alltag gar nicht erleben dürften oder ein vielfaches an Zeit benötigen würden, um Anzeichen zu Fehlverhalten überhaupt erkennen zu können. Der Hauptgrund dafür ist, dass es z.B. zu Hause meist gar nichts zu verteidigen gibt - bis z.B. Besuch (mit speziellem Hund) kommt.   Besonders auf den Rudelspaziergängen kann ich Frühindikatoren bei Hunden erkennen, die zum Kontrollsyndrom neigen oder es bereits tun. Einige Hunde kontrollieren ihre Besitzer auf subtilste und unauffälligste Art und Weise, die man auch beim Heranziehen eines Experten meist nicht ausmachen kann, da sich die Hunde in diesen Momenten dann oft anders verhalten würden. Im Rudel hingegen müssen sie mir zeigen, dass sie zu Hause ihr Umfeld kontrollieren. Sie zeigen mir auch wie sie es anstellen...         Das Kontrollsyndrom ist aus tierpsychologischer Sicht eines der grössten Übel, die ein Hund mit sich tragen kann. Es überträgt ihm so viel Verantwortung, dass er dann ausserhalb seiner sicheren Umgebung umso mehr überfordert ist (Unsicherheit oder Angst). Hunde mit Kontrollsyndrom können nur ganz selten abschalten (wenn sie z.B. gerade auf ihrem Besitz liegen und bemerken würden, wenn dieser aufsteht). Andernfalls hindert sie ihre Verantwortung auch nur ein Auge zu schliessen und zu entspannen. Sie befinden sich quasi im “Daueraufpasser- Modus”. Solche Hunde dürften auch nie die Chance haben, das theoretisch mögliche Lebensalter zu erreichen, weil die Erholungsphasen fehlen...         Das Kontrollsyndrom und seine Auswirkungen auf den Hund und sein Umfeld wird mit der Zeit meist immer schlimmer, bis es  schlussendlich dann zum (wirklich problematischen) Kontrollverlust führt. In solchen Fällen kann der Hund nicht mehr alleine zu Hause gelassen werden (Kombination Bellen/Heulen/Schluchzen) und dies sollten sie auch nicht mehr tun, denn es bedeutet die Hölle für ihren Hund - jedesmal wenn das, was er kontrollieren sollte sich (unerlaubter-weise) entfernt. Solche Hunde brauchen Hilfe!         Das Tragische am Kontrollsyndrom ist, dass solche Hunde oft sehr manipulativ arbeiten und ihre Situation wird mit der Zeit immer schlimmer. Viele Halter haben Probleme Kontrollverhalten überhaupt zu erkennen oder richtig zu interpretieren. Im günstigeren Fall bemerken Hundehalter das Kontrollverhalten ihres Hundes nicht. Im schlimmeren Fall miss-interpretieren wir das Fehlverhalten und bestärken den Hund, indem wir es - immer wieder - falsch bestätigen.          So lernen wir z.B. in der klassischen Hundeschule, dass wir Blickkontakte vom Hund belohnen sollen. Solche Hunde drehen den Spiess aber um und bestimmen dann über ihre Halter, wann sie wieder belohnt werden wollen (oder Zuwendung in irgendeiner Form).    Kastration - sollte mein Rüde kastriert werden? Das Rudel hat die Antwort! Dies ist eine Frage, die oft gestellt wird und auch sehr kontrovers - teilweise sogar emotional - diskutiert wird. Meistens sind es Männer die vorwiegend Probleme haben, ihren Rüden kastrieren zu lassen. Sie glauben u.a., ihr Hund wäre nach einer Kastration “kein richtiger Kerl” mehr. Dies ist ein gutes Beispiel von menschlicher Logik, welche sich eben nicht auf die Natur übertragen lässt.   Unkastrierte Hunde, welche kastriert werden sollten, sind im Alltag vorwiegend auf den Spaziergängen sexuell gestresst. Sie ziehen in der Regel ihre Besitzer von Duftmarke zu Duftmarke, welche sie unbedingt überdecken müssen. Oft zeigen solche Hunde auch Begleiterscheinungen wie übermässiges Hächeln, Sabbern, etc. Kommt so ein Rüde in ein Hunderudel von mehreren unkastrierten Rüden, bzw. in ein Territorium wo vorher ganz viele “Konkurrenten” bereits ihre Duftmarke hinterlassen haben, so können sie sich vorstellen, wie viel Arbeit der Neuankömmling hat, denn er MUSS jede Marke überdecken (er würde versuchen den ganzen Tag nichts anderes zu tun...). Dann steht er schon vor dem nächsten Problem: Mein (unkastrierter) Leithund wird es nicht zulassen, dass der Neuankömmling SEINE Marken in seinem Territorium überdeckt... Gibt es noch andere fremde Rüden, so könnte es - ohne meine Aufmerksamkeit und Kontrolle - rasch zu einem Kampf kommen.   Ein kastrierter Hund hingegen kommt als “Neutrum” in unser Rudel und hat keine Konkurrenten, sondern nur Freunde, mit denen man von Anfang an (unbeschwert) spielen kann, ohne sich unbedingt um die Rangordnung kümmern zu müssen.   Können Hundehalter diesen Unterschied im Rudel live erleben, so wird so manchem klar, dass es keinen besseren Experten als das Rudel gibt, um diese Frage zu beantworten. Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass jeder Rüde grundsätzlich kastriert werden sollte. Kommt der Hinweis zur Kastration vom Rudel, so sollte dieser Rat (seinem Hund zu liebe) auch befolgt werden. Bisher hat noch keiner den Ratschlag des Rudels bereut, denn die Natur liegt immer richtig!      Informationen über die Vor- und Nachteile einer Kastration aus medizinischer Sicht, finden sie hier.   Respekt und Vertrauen Ohne Respekt - kein Vertrauen. Das sind die Naturgesetze, welche immer gelten. Oder würden Sie selbst jemandem vertrauen, den sie nicht respektieren können?    Das Vertrauen zu gewinnen, ist der erste und wichtigste Schritt in meiner Arbeit.  Dieses Vertrauen kann mir der Hund aber nur schenken, wenn ich mich ihm gegenüber “hündisch korrekt” und respektvoll verhalte.    Ein gutes Beispiel für respektloses Verhalten, sind die vielen “sogenannten Hundefans”, die bei einer Hunde-Begegnung vor lauter Freude, meist (zu) rasch und mit vielen lieben (gut-gemeinten) Worten von oben auf einen kleinen Hund “losgehen” (als würden sie ein Grosskind begrüssen...), welcher sich verständlicherweise vor lauter Angst duckt oder zurückzieht. Eine respektvolle Begegnung (aus Sicht des Hundes) wäre, wenn diese Person sich als “Hundekenner” nähern würde, indem sie sich wortlos und ohne Augenkontakt neben den Hund hinknien würde, bis dieser sein Interesse an uns bekundet, indem er beginnt an uns zu riechen. Dies ist der Moment, wo man ihn von unten anfassen kann (wortlos),  ohne ihn zu bedrängen.   Oft benötigt man so nur wenige Sekunden oder Minuten, bis man das Vertrauen eines jeden Hundes erlangt. Bräuchte es Stunden, so würde ich mir auch diese Zeit nehmen, denn ohne Vertrauen kann ich keinem Hund aus seiner Situation heraus helfen.   Reicht man dem Hund (der sonst gewohnt ist, alles um ihn herum zu besitzen) dann den “kleinen Finger”, so versucht dieser meist durch dominante Annäherungsversuche gleich die ganze Hand zu bekommen. Korrigiert man dieses dominante Verhalten auf artgerechte Art, so merkt dieser sofort, dass jemand die Kontrolle übernommen hat, bzw. die Führung beansprucht und überlässt mir (respektvoll) “seinen” Raum, bzw. gibt auf, diesen für sich zu beanspruchen.     Wie wichtig diese Führung für Hunde ist, können Hundehalter jeweils bei meinen Hausbesuchen live miterleben. Da kommt ein wildfremder Typ und der Hund verhält sich plötzlich ganz anders - ohne wochenlanges Training. Verabschiede ich mich dann nach 1-2 Stunden von den Hundehaltern, dann passiert es oft, dass besonders ängstliche Hunde mir nachlaufen wollen. Diese würden ihr (von Menschen geschaffenes) Paradies für etwas Führung und Sicherheit aufgeben.    Dieses Verhalten des eigenen Hundes zu erleben tut den Hundehaltern anfänglich zwar weh... Es ermutigt sie jedoch, ihrem Hund auch diese Sicherheit geben zu wollen, bzw. ihm die Verantwortung abzunehmen, indem sie an ihrem Umgang mit Ihrem Hund  arbeiten und dabei anfangen ihn als Hund und nicht als Ersatz für etwas “Menschliches” zu sehen. Dem eigenen Hund ein vertrauensvoller Rudelführer zu werden ist einfacher als man denkt Du bringst den Willen dazu mit - ich zeige Dir den Weg...  
Geduldig wird gewartet bis einer nach dem anderen sein Gutzeli bekommt Wenn Hunde Hunden helfen - Ohne Worte ... Leithund Goliath Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Hunde-Typen Die Kunst der Dominanz - sieht gefährlich aus - ist es aber überhaupt nicht! Hundeschulen vs. Tierpsychologie Kontakt