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Die verschiedenen Hunde-Typen

Wir Menschen neigen dazu Hunde oft nach Ihrer Rasse zu beurteilen. So ist es z.B. normal, dass ein Beagle bellen muss, bzw. dass man nichts dagegen tun kann, denn dieses Verhalten kommt ja von seiner Rasse... Einen Hund bereits wegen seiner Rasse vorzuverurteilen, ist eine gängige Praxis, sie ist jedoch nie zielführend. Viel wichtiger ist der Hundetyp, wenn es um den “Charakter” eines Hundes geht. Klar hat ein Schäferhund eine andere Energie als ein Pudel. Auch sind die Konsequenzen bei Bissverletzungen grösser und kleiner. Aber ein kleiner Anführer-Typ kann genauso rebellieren wie ein grosser... :-) Wir betrachten jeden Hund zuerst als “Tier mit Naturinstinkten”, danach erst kommt seine Rasse. Nur so ist eine unvoreingenommene Beurteilung eines Individuums möglich.  Ich unterscheide grundsätzlich in 2 Kategorien, die Gefolgshunde und die Rudelführer-Typen (Leithunde) “Die einen lassen uns die Wahl, tierpsychologisch arbeiten zu müssen, die anderen eben nicht...”

Blick und Körperhaltung machen den Unterschied!

Leithunde zeigen über ihre Körpersprache ganz klar, wer dass hier in diesem Rudel den höchsten Rang hat. Dies ist u.a. auch bei der Begrüssung in einem Rudel wichtig, zumal die Ranghöchsten Rudelmitglieder immer das Vorrecht haben, zuerst begrüsst zu werden (Akt des Respekts, wenn man in ein fremdes Rudel /Territorium kommt). Leithunde zeigen z.B. ihren Status im Rudel durch diese eine ausgestreckte Pfote, welche meist etwas weiter vorne ist, als die andere. Oft zeigt sie auch noch etwas gegen aussen... Allein schon diese Pfote ist für andere Hunde ein klares Zeichen, wer in diesem Rudel den dominanten Teil für sich beansprucht. Leithunde müssen auch nicht unbedingt gross sein, wie man hier sehr gut sehen kann... :-)

Gefolgshunde

Diese würden in der Natur ohne Menschen ihrem Rudelführer vertrauen und ihre Aufgabe im Rudel wahrnehmen.   Der Grossteil aller Hunde sind Gefolgshunde. Sie verzeihen uns fast sämtliche Fehler in unserer menschlichen Kommunikation. Solchen Hunden kann man sogar in der schlechtesten klassischen Hundeschule Sitz, Platz, etc. beibringen, Hauptsache man hat Guddelis dabei. Sie können z.B. auch gut damit umgehen, wenn sie von uns vermenschlicht werden. Den Preis den sie dafür bezahlen ist mehr oder weniger Unsicherheit in ungewohnten Situationen (z.B. aufgestapelte Heu-ballen stehen plötzlich im Feld).   Einen Gefolgshund mit einem Leckerli zu konditionieren kann jeder noch so unerfahrene Hundetrainer. Jedoch sein Vertrauen zu gewinnen und ihm in jeder Situation Sicherheit zu bieten, ist durchaus schwieriger...

Rudelführertypen / Leithunde

Sie wären in der Natur die Anführer des Rudels. bzw. sie würden die Verantwortung für das ganze Rudel tragen. Leithunde sind der Garant für Ordnung und Sicherheit für das ganze Rudel und Bedingung, dass ein Rudel überleben kann. Leithunde nehmen (im Gegensatz zu den Gefolgshunden) unsere menschliche Kommunikation sehr viel ernster.    Es gibt es in einem gut strukturierten (Jagd-)Rudel 3 verschiedene Leithunde. Ein vorderer und hinterer Leithund  und in der Mitte des Rudels befindet sich der zentrale Leithund. Er ist der einzige Hund im ganzen Rudel, der jede Stellung von anderen Hunden einnehmen kann, bzw. ihn ersetzen kann. Er trifft alle relevanten Entscheidungen im Rudel. Umgekehrt haben die anderen Hunde im Rudel, diese Fähigkeit nicht. Jeder nimmst den Platz ein, wofür er bestimmt ist. “Ich hatte ja schon viele Hunde, aber noch nie so einen!...”. Bei dieser Aussage kann man davon ausgehen, dass es sich um mit grösster Wahrscheinlichkeit um einen zentralen Leithund handelt. Bei zentralen Leithunden ist alles anders... die Augen, die Energie, das Verhalten, etc... Einen Zentralhund-Hund erkennt man oft auch an seinem sehr “bestimmenden Blick” (die Augen sind wach und fordernd) und an seinem Auftreten. Er arbeitet nach ganz abstrakten Naturgesetzen. Sieht er niemanden der führt, so muss er diese Funktion übernehmen. Erlauben wir ihm z.B. uns zu Hause zu besitzen (anlehnen, Pfote oder ganzer Hund auf Fuss, etc.), so muss dieser seinen Besitz draussen dann auch beschützen und verteidigen, was dann zu unerwünschtem Verhalten führt wie z.B. das Ziehen an der Leine oder die Leinen-aggresion.   Solches Fehlverhalten können wir auch bei Gefolgshunden beobachten, nur sind die Konsequenzen/Probleme viel viel kleiner. Sie passen sich an die weitvertreiteste Vermenschlichung der Hunde an und zahlen den Preis mit mehr oder weniger Unsicherheit draussen. Leithunde tragen Verantwortung und ziehen “ihr Ding” nahtlos-konsequent durch - egal wie klein sie selbst sein mögen und wie gross der “Konkurrent” auch sein mag. Das ist auch mit ein Grund, warum gerade auch kleine Hunde auf x- fach grössere Hunde losgehen und dann oft bös verbissen werden... Rudelführer-Typen treffen Entscheidungen und geben in der Regel nie auf, bis sie erreicht haben, was sie wollen. Sie haben eine sehr bestimmte Energie und finden oft immer jemandem im Rudel, der ihre Position wieder bestärkt (Lebenspartner, Kind). Deswegen haben oft Familien mit Rudelführer-Hunden grosse Probleme mit der Hundeerziehung. Sie besitzen in der Regel alles: Die Menschen, das Haus (Tür, Sofa, Küchenablage, etc.), den Garten (Bellen am Zaun), das Auto und auch den Raum auf den täglich gewohnten Spaziergängen. Dies nennt man auch territoriales Verhalten. Weil sie Entscheidungen treffen, ist die Liste der unerwünschten Verhalten bei solchen Hunden oft sehr lang und gegen oben offen... Dies geht soweit, dass man allen Situationen ausweicht und der Hund nur noch zu Hause seine Ruhe findet, solange niemand zu Besuch kommt. Einen starken Leithund zu bekommen ist ein Geschenk des Himmels, wenn man denn auch weiss, wie er möchte, dass mit ihm umgegangen wird. Solche Hunde werden in den klassischen Hundeschulen wegen ihres Verhaltens meist als “hyperaktiv” abgestempelt und ausgegrenzt, weil viele klassisch arbeitende Hundetrainer mit Rudelführer-Hunden in der Regel überfordert sind. Sie werden dann oft auch als “Problemhunde” abgestempelt.    Leithunde  lassen uns nicht die Wahl tierpsychologisch mit ihnen umzugehen. Sie zwingen uns dazu ihre Sprache zu lernen und selbst Rudelführer zu werden. Akzeptiert man dies nicht, werden sie früher oder später weggegeben werden müssen, werden von Amtes wegen eingeschläfert oder sie führen ein vereinsamtes Leben in ihren sicheren 4 Wänden, ohne Sozialkontakte zu Artgenossen.  

Rudelstellungs-Theorien

An dieser Stelle möchte ich davor “warnen”, die im Moment sehr aktuellen “Rudelstellungs-Theorien” 1:1 auf unsere Hundewelt übertragen zu wollen. Einige Aussagen konnte ich bestätigen, einige hingegen nicht. Kürzlich habe ich aus meiner Kundschaft Rückmeldungen vom Rudelstellungen-Seminar bekommen, die mir die “Nackenhaare haben hochstehen lassen”... Auch hatte mir mein Rudel bereits zuvor schon gezeigt, dass viele Aussagen dieser Theorien wohl ausschliesslich auf dieses beschriebene, “gut strukturierte Jagd-Hunde-Rudel” 1:1 übertragen werden können. Z.B. wiederlegte mir mein Rudel die Behauptung, dass es keine Doppelbesetzung von Eckhunden (Leithunden) geben dürfte... Die vielen Diskussionen Pro oder Kontra Rudelstellungen machen offensichtlich, dass sehr viel Spielraum übrig bleibt für menschliche Interpretationen... Im Moment wird gerade eine fundierte Studie über die Rudelstellungen gemacht, welche ich abwarte, um mir dann meine Meinung zu machen, bzw. zu schauen, was mein Rudel dann dazu meint... Auf jeden Fall sollte man zuerst lernen, wie man ein Rudel führt, bevor man sich um die Zusammensetzung kümmert. Souveräne Hunde zeigen uns immer und sofort, ob es passt oder nicht. Unsichere oder traumatisierte Hunde brauchen hingegen ein paar Tage, bis sie ihre Defizite los sind. Erst dann kann man sehen, was dann wirklich unter diesem “Gewand” hervorkommt. So erfahre ich es allenfalls immer wieder in meinem Zentrum. Auch zeigen meine Erfahrungen, dass wenn der Mensch lernt, wie man für seinen Hund die Position “dieses souveränen Zentralhundes” einnehmen kann, es dann keine Rolle spielt, ob sein Gegenüber nun ein VLH, ein HLH oder ein Bindegliedhund ist. Siehe mein Hund Goliath als bestes Beispiel... Deswegen unterscheiden wir heute “nur” noch Gefolgshunde (Bindegliedhunden) von Leithunden (VLH/HLH) und natürlich vom zentralen Leithund.
Leithunde - schon nur ihr “Blick” macht den Unterschied ...
Letzte Änderung: 10.12.17 Copyright dog-psychology-center.ch
Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Philosophie Trainings-Konzept Tierpsychologie / Ausbildung !!! NEU !!! Online- Wesens-Analyxe
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Die verschiedenen Hunde-Typen

Wir Menschen neigen dazu Hunde oft nach Ihrer Rasse zu beurteilen. So ist es z.B. normal, dass ein Beagle bellen muss, bzw. dass man nichts dagegen tun kann, denn dieses Verhalten kommt ja von seiner Rasse... Einen Hund bereits wegen seiner Rasse vorzuverurteilen, ist eine gängige Praxis, sie ist jedoch nie zielführend. Viel wichtiger ist der Hundetyp, wenn es um den “Charakter” eines Hundes geht. Klar hat ein Schäferhund eine andere Energie als ein Pudel. Auch sind die Konsequenzen bei Bissverletzungen grösser und kleiner. Aber ein kleiner Anführer-Typ kann genauso rebellieren wie ein grosser... :-) Ich schaue jeden Hund zuerst als “Tier mit Naturinstinkten” an, danach erst kommt seine Rasse und erst danach sein Name. Nur so ist eine unvoreingenommene Beurteilung eines Individuums möglich.  Ich unterscheide grundsätzlich in 2 Kategorien, die Gefolgshunde und die Rudelführer- Typen (Leithunde) “Die einen lassen uns die Wahl, tierpsychologisch arbeiten zu müssen, die anderen eben nicht...”

Blick und Körperhaltung machen den

Unterschied!

Leithunde zeigen über ihre Körpersprache ganz klar, wer dass hier in diesem Rudel den höchsten Rang hat. Dies ist u.a. auch bei der Begrüssung in einem Rudel wichtig, zumal die Ranghöchsten Rudelmitglieder immer das Vorrecht haben, zuerst begrüsst zu werden (Akt des Respekts, wenn man in ein fremdes Rudel /Territorium kommt). Leithunde zeigen z.B. ihren Status im Rudel durch diese eine ausgestreckte Pfote, welche meist etwas weiter vorne ist, als die andere. Oft zeigt sie auch noch etwas gegen aussen... Allein schon diese Pfote ist für andere Hunde ein klares Zeichen, wer in diesem Rudel den dominanten Teil für sich beansprucht. Leithunde müssen auch nicht unbedingt gross sein, wie man hier gut sehen kann... :-)

Gefolgshunde

Diese würden in der Natur ohne Menschen ihrem Rudelführer vertrauen und ihre Aufgabe im Rudel wahrnehmen.   Der Grossteil aller Hunde sind Gefolgshunde. Sie verzeihen uns fast sämtliche Fehler in unserer menschlichen Kommunikation. Solchen Hunden kann man sogar in der schlechtesten klassischen Hundeschule Sitz, Platz, etc. beibringen, Hauptsache man hat Guddelis dabei. Sie können z.B. auch gut damit umgehen, wenn sie von uns vermenschlicht werden. Den Preis den sie dafür bezahlen ist mehr oder weniger Unsicherheit in ungewohnten Situationen (z.B. aufgestapelte Heu-ballen stehen plötzlich im Feld).   Einen Gefolgshund mit einem Leckerli zu konditionieren kann jeder noch so unerfahrene Hundetrainer. Jedoch sein Vertrauen zu gewinnen und ihm in jeder Situation Sicherheit zu bieten, ist durchaus schwieriger...

Rudelführertypen / Leithunde

Sie wären in der Natur die Anführer des Rudels. bzw. sie würden die Verantwortung für das ganze Rudel tragen. Leithunde sind der Garant für Ordnung und Sicherheit für das ganze Rudel und Bedingung, dass ein Rudel überleben kann. Leithunde nehmen (im Gegensatz zu den Gefolgshunden) unsere menschliche Kommunikation sehr viel ernster.    Es gibt es in einem gut strukturierten (Jagd-)Rudel 3 verschiedene Leithunde. Ein vorderer und hinterer Leithund und in der Mitte des Rudels befindet sich der zentrale Leithund. Er ist der einzige Hund im ganzen Rudel, der jede Stellung von anderen Hunden einnehmen kann, bzw. ihn ersetzen kann. Er trifft alle relevanten Entscheidungen im Rudel. Umgekehrt haben die anderen Hunde im Rudel, diese Fähigkeit nicht. Jeder nimmst den Platz ein, wofür er bestimmt ist. “Ich hatte ja schon viele Hunde, aber noch nie so einen!...”. Bei dieser Aussage kann man davon ausgehen, dass es sich um mit grösster Wahrscheinlichkeit um einen Zentralhund handelt. Bei Zentralhunden ist alles anders... die Augen, die Energie, das Verhalten, etc... Einen Zentralhund-Hund erkennt man oft auch an seinem sehr “bestimmenden Blick” (die Augen sind wach und fordernd) und an seinem Auftreten. Er arbeitet nach ganz abstrakten Naturgesetzen. Sieht er niemanden der führt, so muss er diese Funktion übernehmen. Erlauben wir ihm z.B. uns zu Hause zu besitzen (anlehnen, Pfote oder ganzer Hund auf Fuss, etc.), so muss dieser seinen Besitz draussen dann auch beschützen und verteidigen, was dann zu unerwünschtem Verhalten führt wie z.B. das Ziehen an der Leine oder die Leinen-aggresion.   Solches Fehlverhalten können wir auch bei Gefolgshunden beobachten, nur sind die Konsequenzen/Probleme viel viel kleiner. Sie passen sich an die weitvertreiteste Vermenschlichung der Hunde an und zahlen den Preis mit mehr oder weniger Unsicherheit draussen. Leithunde tragen Verantwortung und ziehen “ihr Ding” nahtlos-konsequent durch - egal wie klein sie selbst sein mögen und wie gross der “Konkurrent” auch sein mag. Das ist auch mit ein Grund, warum gerade auch kleine Hunde auf x-fach grössere Hunde losgehen und dann oft bös verbissen werden... Rudelführer-Typen treffen Entscheidungen und geben in der Regel nie auf, bis sie erreicht haben, was sie wollen. Sie haben eine sehr bestimmte Energie und finden oft immer jemandem im Rudel, der ihre Position wieder bestärkt (Lebenspartner, Kind). Deswegen haben oft Familien mit Rudelführer-Hunden grosse Probleme mit der Hundeerziehung. Sie besitzen in der Regel alles: Die Menschen, das Haus (Tür, Sofa, Küchenablage, etc.), den Garten (Bellen am Zaun), das Auto und auch den Raum auf den täglich gewohnten Spaziergängen. Dies nennt man auch territoriales Verhalten. Weil sie Entscheidungen treffen, ist die Liste der unerwünschten Verhalten bei solchen Hunden oft sehr lang und gegen oben offen... Dies geht soweit, dass man allen Situationen ausweicht und der Hund nur noch zu Hause seine Ruhe findet, solange niemand zu Besuch kommt. Einen starken Leithund zu bekommen ist ein Geschenk des Himmels, wenn man denn auch weiss, wie er möchte, dass mit ihm umgegangen wird. Solche Hunde werden in den klassischen Hundeschulen wegen ihres Verhaltens meist als “hyperaktiv” abgestempelt und ausgegrenzt, weil viele klassisch arbeitende Hundetrainer mit Rudelführer-Hunden in der Regel überfordert sind. Sie werden dann oft auch als “Problemhunde” abgestempelt.    Leithunde  lassen uns nicht die Wahl tierpsychologisch mit ihnen umzugehen. Sie zwingen uns dazu ihre Sprache zu lernen und selbst Rudelführer zu werden. Akzeptiert man dies nicht, werden sie früher oder später weggegeben werden müssen, werden von Amtes wegen eingeschläfert oder sie führen ein vereinsamtes Leben in ihren sicheren 4 Wänden, ohne Sozialkontakte zu Artgenossen.    

Rudelstellungs-Theorien

An dieser Stelle möchte ich davor “warnen”, die im Moment sehr aktuellen “Rudelstellungs-Theorien” 1:1 auf unsere Hundewelt übertragen zu wollen. Einige Aussagen konnte ich bestätigen, einige hingegen nicht. Kürzlich habe ich aus meiner Kundschaft Rückmeldungen vom Rudelstellungen-Seminar bekommen, die mir die “Nackenhaare haben hochstehen lassen”... Auch hatte mir mein Rudel bereits zuvor schon gezeigt, dass viele Aussagen dieser Theorien wohl ausschliesslich auf dieses beschriebene, “gut strukturierte Jagd-Hunde- Rudel” 1:1 übertragen werden können. Z.B. wiederlegte mir mein Rudel die Behauptung, dass es keine Doppelbesetzung von Eckhunden geben dürfte... Die vielen Diskussionen Pro oder Kontra Rudelstellungen machen offensichtlich, dass sehr viel Spielraum übrig bleibt für menschliche Interpretationen... Im Moment wird gerade eine fundierte Studie über die Rudelstellungen gemacht, welche ich abwarte, um mir dann meine Meinung zu machen, bzw. zu schauen, was mein Rudel dann dazu meint... Auf jeden Fall sollte man zuerst lernen, wie man ein Rudel führt, bevor man sich um die Zusammensetzung kümmert. Souveräne Hunde zeigen uns immer und sofort, ob es passt oder nicht. Unsichere oder traumatisierte Hunde brauchen hingegen ein paar Tage, bis sie ihre Defizite los sind. Erst dann kann man sehen, was dann wirklich unter diesem “Gewand” hervorkommt. So erfahre ich es allenfalls immer wieder in meinem Zentrum. Auch zeigen meine Erfahrungen, dass wenn der Mensch lernt, wie man für seinen Hund die Position “dieses souveränen Zentralhundes” einnehmen kann, es dann keine Rolle spielt, ob sein Gegenüber nun ein VLH, ein HLH oder ein Bindegliedhund ist. Siehe mein Hund Goliath als bestes Beispiel... Deswegen unterscheiden wir heute “nur” noch Gefolgshunde (Bindegliedhunden) von Leithunden (VLH/HLH) und natürlich vom zentralen Leithund.
Leithunde - schon nur ihr “Blick” macht den Unterschied ...
Letzte Änderung: 23 .10.17      Copyright dog-psychology-center.ch
Philosophie Trainings-Konzept Tierpsychologie / Ausbildung Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) !!! NEU !!! Online- Wesens-Analyxe
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Die verschiedenen

Hunde-Typen

Wir Menschen neigen dazu Hunde oft nach Ihrer Rasse zu beurteilen. So ist es z.B. normal, dass ein Beagle bellen muss, bzw. dass man nichts dagegen tun kann, denn dieses Verhalten kommt ja von seiner Rasse... Einen Hund bereits wegen seiner Rasse vorzuverurteilen, ist eine gängige Praxis, sie ist jedoch nie zielführend. Viel wichtiger ist der Hundetyp, wenn es um den “Charakter” eines Hundes geht. Klar hat ein Schäferhund eine andere Energie als ein Pudel. Auch sind die Konsequenzen bei Bissverletzungen grösser und kleiner. Aber ein kleiner Anführer-Typ kann genauso rebellieren wie ein grosser... :-) Wir betrachten jeden Hund zuerst als “Tier mit Naturinstinkten”, danach erst kommt seine Rasse. Nur so ist eine unvoreingenommene Beurteilung eines Individuums möglich.  Ich unterscheide grundsätzlich in 2 Kategorien, die Gefolgshunde und die Rudelführer-Typen (Leithunde) “Die einen lassen uns die Wahl, tierpsychologisch arbeiten zu müssen, die anderen eben nicht...”

Blick und Körperhaltung machen den

Unterschied!

Leithunde zeigen über ihre Körpersprache ganz klar, wer dass hier in diesem Rudel den höchsten Rang hat. Dies ist u.a. auch bei der Begrüssung in einem Rudel wichtig, zumal die Ranghöchsten Rudelmitglieder immer das Vorrecht haben, zuerst begrüsst zu werden (Akt des Respekts, wenn man in ein fremdes Rudel /Territorium kommt). Leithunde zeigen z.B. ihren Status im Rudel durch diese eine ausgestreckte Pfote, welche meist etwas weiter vorne ist, als die andere. Oft zeigt sie auch noch etwas gegen aussen... Allein schon diese Pfote ist für andere Hunde ein klares Zeichen, wer in diesem Rudel den dominanten Teil für sich beansprucht. Leithunde müssen auch nicht unbedingt gross sein, wie man hier sehr gut sehen kann... :-)

Gefolgshunde

Diese würden in der Natur ohne Menschen ihrem Rudelführer vertrauen und ihre Aufgabe im Rudel wahrnehmen.   Der Grossteil aller Hunde sind Gefolgshunde. Sie verzeihen uns fast sämtliche Fehler in unserer menschlichen Kommunikation. Solchen Hunden kann man sogar in der schlechtesten klassischen Hundeschule Sitz, Platz, etc. beibringen, Hauptsache man hat Guddelis dabei. Sie können z.B. auch gut damit umgehen, wenn sie von uns vermenschlicht werden. Den Preis den sie dafür bezahlen ist mehr oder weniger Unsicherheit in ungewohnten Situationen (z.B. aufgestapelte Heu-ballen stehen plötzlich im Feld).   Einen Gefolgshund mit einem Leckerli zu konditionieren kann jeder noch so unerfahrene Hundetrainer. Jedoch sein Vertrauen zu gewinnen und ihm in jeder Situation Sicherheit zu bieten, ist durchaus schwieriger...

Rudelführertypen / Leithunde

Sie wären in der Natur die Anführer des Rudels. bzw. sie würden die Verantwortung für das ganze Rudel tragen. Leithunde sind der Garant für Ordnung und Sicherheit für das ganze Rudel und Bedingung, dass ein Rudel überleben kann. Leithunde nehmen (im Gegensatz zu den Gefolgshunden) unsere menschliche Kommunikation sehr viel ernster.    Es gibt es in einem gut strukturierten (Jagd-)Rudel 3 verschiedene Leithunde. Ein vorderer und hinterer Leithund und in der Mitte des Rudels befindet sich der zentrale Leithund. Er ist der einzige Hund im ganzen Rudel, der jede Stellung von anderen Hunden einnehmen kann, bzw. ihn ersetzen kann. Er trifft alle relevanten Entscheidungen im Rudel. Umgekehrt haben die anderen Hunde im Rudel, diese Fähigkeit nicht. Jeder nimmst den Platz ein, wofür er bestimmt ist. “Ich hatte ja schon viele Hunde, aber noch nie so einen!...”. Bei dieser Aussage kann man davon ausgehen, dass es sich um mit grösster Wahrscheinlichkeit um einen zentralen Leithund handelt. Bei zentralen Leithunden ist alles anders... die Augen, die Energie, das Verhalten, etc... Einen Zentralhund-Hund erkennt man oft auch an seinem sehr “bestimmenden Blick” (die Augen sind wach und fordernd) und an seinem Auftreten. Er arbeitet nach ganz abstrakten Naturgesetzen. Sieht er niemanden der führt, so muss er diese Funktion übernehmen. Erlauben wir ihm z.B. uns zu Hause zu besitzen (anlehnen, Pfote oder ganzer Hund auf Fuss, etc.), so muss dieser seinen Besitz draussen dann auch beschützen und verteidigen, was dann zu unerwünschtem Verhalten führt wie z.B. das Ziehen an der Leine oder die Leinen-aggresion.   Solches Fehlverhalten können wir auch bei Gefolgshunden beobachten, nur sind die Konsequenzen/Probleme viel viel kleiner. Sie passen sich an die weitvertreiteste Vermenschlichung der Hunde an und zahlen den Preis mit mehr oder weniger Unsicherheit draussen. Leithunde tragen Verantwortung und ziehen “ihr Ding” nahtlos-konsequent durch - egal wie klein sie selbst sein mögen und wie gross der “Konkurrent” auch sein mag. Das ist auch mit ein Grund, warum gerade auch kleine Hunde auf x-fach grössere Hunde losgehen und dann oft bös verbissen werden... Rudelführer-Typen treffen Entscheidungen und geben in der Regel nie auf, bis sie erreicht haben, was sie wollen. Sie haben eine sehr bestimmte Energie und finden oft immer jemandem im Rudel, der ihre Position wieder bestärkt (Lebenspartner, Kind). Deswegen haben oft Familien mit Rudelführer-Hunden grosse Probleme mit der Hundeerziehung. Sie besitzen in der Regel alles: Die Menschen, das Haus (Tür, Sofa, Küchenablage, etc.), den Garten (Bellen am Zaun), das Auto und auch den Raum auf den täglich gewohnten Spaziergängen. Dies nennt man auch territoriales Verhalten. Weil sie Entscheidungen treffen, ist die Liste der unerwünschten Verhalten bei solchen Hunden oft sehr lang und gegen oben offen... Dies geht soweit, dass man allen Situationen ausweicht und der Hund nur noch zu Hause seine Ruhe findet, solange niemand zu Besuch kommt. Einen starken Leithund zu bekommen ist ein Geschenk des Himmels, wenn man denn auch weiss, wie er möchte, dass mit ihm umgegangen wird. Solche Hunde werden in den klassischen Hundeschulen wegen ihres Verhaltens meist als “hyperaktiv” abgestempelt und ausgegrenzt, weil viele klassisch arbeitende Hundetrainer mit Rudelführer- Hunden in der Regel überfordert sind. Sie werden dann oft auch als “Problemhunde” abgestempelt.    Leithunde  lassen uns nicht die Wahl tierpsychologisch mit ihnen umzugehen. Sie zwingen uns dazu ihre Sprache zu lernen und selbst Rudelführer zu werden. Akzeptiert man dies nicht, werden sie früher oder später weggegeben werden müssen, werden von Amtes wegen eingeschläfert oder sie führen ein vereinsamtes Leben in ihren sicheren 4 Wänden, ohne Sozialkontakte zu Artgenossen.  

Rudelstellungs-Theorien

An dieser Stelle möchte ich davor “warnen”, die im Moment sehr aktuellen “Rudelstellungs-Theorien” 1:1 auf unsere Hundewelt übertragen zu wollen. Einige Aussagen konnte ich bestätigen, einige hingegen nicht. Kürzlich habe ich aus meiner Kundschaft Rückmeldungen vom Rudelstellungen-Seminar bekommen, die mir die “Nackenhaare haben hochstehen lassen”... Auch hatte mir mein Rudel bereits zuvor schon gezeigt, dass viele Aussagen dieser Theorien wohl ausschliesslich auf dieses beschriebene, “gut strukturierte Jagd-Hunde-Rudel” 1:1 übertragen werden können. Z.B. wiederlegte mir mein Rudel die Behauptung, dass es keine Doppelbesetzung von Eckhunden (Leithunden) geben dürfte... Die vielen Diskussionen Pro oder Kontra Rudelstellungen machen offensichtlich, dass sehr viel Spielraum übrig bleibt für menschliche Interpretationen... Im Moment wird gerade eine fundierte Studie über die Rudelstellungen gemacht, welche ich abwarte, um mir dann meine Meinung zu machen, bzw. zu schauen, was mein Rudel dann dazu meint... Auf jeden Fall sollte man zuerst lernen, wie man ein Rudel führt, bevor man sich um die Zusammensetzung kümmert. Souveräne Hunde zeigen uns immer und sofort, ob es passt oder nicht. Unsichere oder traumatisierte Hunde brauchen hingegen ein paar Tage, bis sie ihre Defizite los sind. Erst dann kann man sehen, was dann wirklich unter diesem “Gewand” hervorkommt. So erfahre ich es allenfalls immer wieder in meinem Zentrum. Auch zeigen meine Erfahrungen, dass wenn der Mensch lernt, wie man für seinen Hund die Position “dieses souveränen Zentralhundes” einnehmen kann, es dann keine Rolle spielt, ob sein Gegenüber nun ein VLH, ein HLH oder ein Bindegliedhund ist. Siehe mein Hund Goliath als bestes Beispiel... Deswegen unterscheiden wir heute “nur” noch Gefolgshunde (Bindegliedhunden) von Leithunden (VLH/HLH) und natürlich vom zentralen Leithund.
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Leithunde - schon nur ihr “Blick” macht den Unterschied ...
Letzte Änderung: 23.10.17            Copyright dog-psychology-center.ch
Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Philosophie Trainings-Konzept Tierpsychologie / Ausbildung