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Für Hunde ist nicht so wichtig “was” wir tun, sondern “ob”, “wie” und “wann” wir etwas tun... Für Hunde ist die Körpersprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Im Gegensatz zu uns Menschen achten Hunde eher darauf, mit welcher Energie – also wie wir etwas tun - als auf das “was” wir tun. So empfindet z.B. ein Hund eine langsame (respektvolle) Körperbewegung von uns grundsätzlich als angenehm (respektvoll). Eine hektische Bewegung unsererseits hingegen, müsste ein Hund grundsätzlich eher als unausgeglichen/bedrohlich empfinden. Schlimm wird es für den Hund dann, wenn er selbst nicht ausgeglichen (z.B. Daueranspannungen) ist und der Mensch nebst der falschen Kommunikation dann auch noch die Stimme ins Spiel bringt. Oft ist genau diese Kombination der Auslöser für ein Fehlverhalten (Biss) von Hunden. Hier einige Beispiele:

Begrüssung eines Hundes

Gerade die Begrüssung wird in der Hundewelt ganz anders gemacht, als wir das uns unter Menschen gewohnt sind. Wenn wir jemanden von weitem erkennen, den wir gut kennen, so kann es sein, dass wir unsere Euphorie über Stimme und rasches zu einander-laufen, einander innig Umarmen und sich dabei vielleicht noch auf die Schultern klopfen. Wir Menschen interpretieren diese Handlung als Freude - Der Hund hingegen empfindet ein solches Verhalten eher als bedrohliche und unausgeglichene Handlung in der Tierwelt. In der Tierwelt wird immer der Ranghöchste zuerst auf eine sehr respektvolle (unterwürfige) Art begrüsst, bzw. er lässt sich begrüssen. Dabei würde auch keine grosse Aufregung toleriert. Im Unterschied zu uns Menschen verabschieden sich Hunde nie - sie gehen einfach. Wenn wir Menschen dann unserem Besuch noch laut “Tschüüsss” rufen, so müssen viele Hunde genau auf diese Aufregung reagieren. Begegnungen mit “Hundefans” Stellen Sie sich mal vor, sie wären ein Hund und es würde jemand auf sie zukommen, der (je nach Grösse des Hundes) 10 bis 20 Mal grösser ist als sie selbst, der frontal von vorne (Konfrontationssuche in der Hundesprache) auf sie “zuschiesst” und sie dann bedrohen würde, indem er sich über sie beugt und sie dann auch noch von oben am Kopf streicheln oder tätscheln möchte, was in der Hundesprache alles andere als “ich hab dich” lieb bedeutet. Es ist gut möglich, dass sie diese Person überhaupt nicht kennen. Würden sie mit Freude reagieren können, oder müssten sie sich nicht auch zurückziehen, bis es nicht mehr geht und dann irgendwann in den Angriff gehen? Reagiert ein Hund aus unserer Sicht falsch, so kommt dann auch noch die Frage auf: “Was hat der denn, ist der Hund aggressiv?”. NEIN, er hat uns nur auf unser sehr respektloses menschliches Verhalten hingewiesen, bzw. uns klar gemacht, dass er so nicht begrüsst werden möchte. Oft hat der Hund den Menschen auch immer 1-2x gewarnt (z.B. Knurren), bevor er dann zubeissen muss, weil gerade der Mensch die Tendenz hat, auch dieses Knurren nicht als Warnung zu respektieren. Macht man dann weiter, so muss der Hund dann korrigieren, bzw. beissen, so wie wir das dann sehen würden. Wie macht man es richtig? Unerfahrene Personen im Umgang mit Hunden sind meistens die angenehmsten Besucher. Sie ignorieren in der Regel den Hund und somit machen diese die wenigsten Fehler im Umgang mit Hunden. So können die Hunde auch weiter entspannt irgendwo herumliegen, denn niemand bringt aufgeregte Energie in den Raum. Es ist also am besten, Hunde anfänglich komplett zu ignorieren. Diese Ignoranz ist für Hunde ein klares Zeichen, dass wir uns wie Führungspersonen (Leithunde) benehmen und so respektieren sie uns auch. Begegnen wir Hunden respektvoll und benehmen wir uns dabei wie Anführer, so werden wir interessant um überhaupt “kennenlernwert” zu sein. Genau dann kommen Hunde (respektvoll) zu uns und beginnen an uns zu riechen. In diesem Moment ist der Hund bereit, um gestreichelt zu werden. Bitte aber von unten anstatt von oben. Dabei müssen wir unbedingt auf folgende Punkte achten: Stimme komplett weglassen Hund mit Augen nicht permanent fixieren (immer wieder mal wegschauen und dann wieder hinschauen) keine raschen, hektischen Bewegungen sich nicht über den Hund beugen, Körperhaltung gerade halten (etwas in die Knie gehen) kommt die Hundenase zu ihnen, ist der Hund bereit. Streicheln sie ihn von unten und nicht von oben Beachten sie dabei ob es dem Hund gefällt (sofort aufhören, wenn Anzeichen von entziehen (Kopf zur Seite) oder Bedrängen (zurückziehen, entweichen) Warnzeichen sofort beachten und sofort aufstehen (scharfer Blick, knurren) Kinder sollten in der Regel keine (fremden) Hunde begrüssen, streicheln oder nur unter Aufsicht von Erwachsenen Erwachsene, die sich im Umgang mit dem Hund unsicher oder unwohl fühlen, sollten dem Hund keine Aufmerksamkeit oder Zuwendung geben.

Umarmen von Hunden

Im Gegensatz zu uns Menschen empfindet der Hund eine Umarmung in der Regel komplett anders, als wir Menschen. Grundsätzlich würden sich Hunde untereinander nicht Umarmen. In der Hundewelt ist dies eher ein Akt der Dominanz (z.B. bei Rangordnungskämpfen, Umklammern beim Besteigen eines Hundes). Es kommt auch vor allem darauf an in welcher Situation und mit welcher Energie (ruhig oder hektisch) wir unseren Hund “umarmen” würden und welchen Rang wir selbst im Mensch- Hunderudel haben. Grundsätzlich gibt es viel bessere Formen, um seinem Hund zu zeigen, dass man ihn (artgerecht) liebt. Dazu genügt schon ein ruhiger bestimmter Griff oder ein anerkennender Blick. Dies bedingt aber, dass wir vom Hund als vertrauensvoller Sozialpartner zuvor akzeptiert wurden. Dies ist aber bei über 90% der Hundehalter nicht der Fall, gerade wegen dem falschen menschlichen Denken, das wir dem Hund jeden Tag immer wieder unter Beweis stellen. Ob wir einen Bezug zu unserem Hund haben oder nicht können wir ganz einfach testen... Achten sie in einer Situation in der Öffentlichkeit genau auf das Verhalten ihres Hundes. Kommt ihnen ein anderer Hund entgegen und sie beordern ihn ins Sitz und möchten, dass er sie anschaut, bevor er gehen kann, so werden sie nur einen respektvollen/fragenden Blick erhalten können, wenn sie im Rang über dem Hund stehen. Bei über 90% solcher Situationen schaut der Hund uns aber höchstens nur ganz kurz an, oder er fixiert uns permanent (fordernd), bis wir seiner Ignoranz oder Dominanz wieder nachgeben würden. Er ist es sich gewohnt, so immer den dominanten Teil im Rudel beanspruchen zu dürfen.

Verhalten der Hunde vor allem abhängig vom Hunde-Typ

Gefolgshunde, welche im Rudel in der Regel nur wenig bis keine Verantortung tragen, verhalten sich in der Regel viel umgänglicher und sie verzeihen uns viele Fehler, die uns Leithunde nicht verzeihen würden. Leithunde fühlen sich immer verantwortlich und treffen Entscheidungen - meist leider nicht nach unseren Gesetzen, sondern nach derer der Natur... Mehr dazu lesen Sie unter “Hunde-Typen”.

“Problemhund Mensch”

An diesen beiden Beispielen sieht man, wie gegenteilig die Kommunikation zwischen Hund und Mensch funktioniert. Erfahrungsgemäss sind es gerade die Hundehalter, die alles richtig machen, bzw. nur das Beste für ihren Hund wollen, aus tierpsychologischer Sicht die meisten Fehler machen. So sind z.B. Mütter, die im Umgang mit ihren Kindern wahrscheinlich die besten Mütter wären, die schlechtesten Hundemütter aus Sicht der Tierwelt. Lernt also Hündisch, um diesen Bezug zum Hund überhaupt erlangen zu können, den wir uns alle so sehr wünschen. Nur so kann ihr Hund die Verantwortung ihnen übertragen und selbst ein entspanntes und glückliches Leben führen. Der Hund wurde schliesslich nicht dazu geboren, um ständig auf seine “grossen Welpen” aufpassen zu müssen... Hündisch kann man in keiner Hundeschule lernen. Dieses Wissen kann man sich an unseren Seminaren erlangen.
Interview Radio Energy 3.5.16
Verhaltensregeln im Umgang mit Hunden
Letzte Änderung: 10.12.17 Copyright dog-psychology-center.ch
Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Philosophie Trainings-Konzept Tierpsychologie / Ausbildung
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Leithunde - schon nur ihr “Blick” macht den Unterschied ...
Letzte Änderung: 23 .10.17      Copyright dog-psychology-center.ch
Philosophie Trainings-Konzept Tierpsychologie / Ausbildung Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi)
Für Hunde ist nicht so wichtig “was” wir tun, sondern “ob”, “wie” und “wann” wir etwas tun... Für Hunde ist die Körpersprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Im Gegensatz zu uns Menschen achten Hunde eher darauf, mit welcher Energie – also wie wir etwas tun - als auf das “was” wir tun. So empfindet z.B. ein Hund eine langsame (respektvolle) Körperbewegung von uns grundsätzlich als angenehm (respektvoll). Eine hektische Bewegung unsererseits hingegen, müsste ein Hund grundsätzlich eher als unausgeglichen/bedrohlich empfinden. Schlimm wird es für den Hund dann, wenn er selbst nicht ausgeglichen (z.B. Daueranspannungen) ist und der Mensch nebst der falschen Kommunikation dann auch noch die Stimme ins Spiel bringt. Oft ist genau diese Kombination der Auslöser für ein Fehlverhalten (Biss) von Hunden. Hier einige Beispiele:

Begrüssung eines Hundes

Gerade die Begrüssung wird in der Hundewelt ganz anders gemacht, als wir das uns unter Menschen gewohnt sind. Wenn wir jemanden von weitem erkennen, den wir gut kennen, so kann es sein, dass wir unsere Euphorie über Stimme und rasches zu einander-laufen, einander innig Umarmen und sich dabei vielleicht noch auf die Schultern klopfen. Wir Menschen interpretieren diese Handlung als Freude - Der Hund hingegen empfindet ein solches Verhalten eher als bedrohliche und unausgeglichene Handlung in der Tierwelt. In der Tierwelt wird immer der Ranghöchste zuerst auf eine sehr respektvolle (unterwürfige) Art begrüsst, bzw. er lässt sich begrüssen. Dabei würde auch keine grosse Aufregung toleriert. Im Unterschied zu uns Menschen verabschieden sich Hunde nie - sie gehen einfach. Wenn wir Menschen dann unserem Besuch noch laut “Tschüüsss” rufen, so müssen viele Hunde genau auf diese Aufregung reagieren. Begegnungen mit “Hundefans” Stellen Sie sich mal vor, sie wären ein Hund und es würde jemand auf sie zukommen, der (je nach Grösse des Hundes) 10 bis 20 Mal grösser ist als sie selbst, der frontal von vorne (Konfrontationssuche in der Hundesprache) auf sie “zuschiesst” und sie dann bedrohen würde, indem er sich über sie beugt und sie dann auch noch von oben am Kopf streicheln oder tätscheln möchte, was in der Hundesprache alles andere als “ich hab dich” lieb bedeutet. Es ist gut möglich, dass sie diese Person überhaupt nicht kennen. Würden sie mit Freude reagieren können, oder müssten sie sich nicht auch zurückziehen, bis es nicht mehr geht und dann irgendwann in den Angriff gehen? Reagiert ein Hund aus unserer Sicht falsch, so kommt dann auch noch die Frage auf: “Was hat der denn, ist der Hund aggressiv?”. NEIN, er hat uns nur auf unser sehr respektloses menschliches Verhalten hingewiesen, bzw. uns klar gemacht, dass er so nicht begrüsst werden möchte. Oft hat der Hund den Menschen auch immer 1-2x gewarnt (z.B. Knurren), bevor er dann zubeissen muss, weil gerade der Mensch die Tendenz hat, auch dieses Knurren nicht als Warnung zu respektieren. Macht man dann weiter, so muss der Hund dann korrigieren, bzw. beissen, so wie wir das dann sehen würden. Wie macht man es richtig? Unerfahrene Personen im Umgang mit Hunden sind meistens die angenehmsten Besucher. Sie ignorieren in der Regel den Hund und somit machen diese die wenigsten Fehler im Umgang mit Hunden. So können die Hunde auch weiter entspannt irgendwo herumliegen, denn niemand bringt aufgeregte Energie in den Raum. Es ist also am besten, Hunde anfänglich komplett zu ignorieren. Diese Ignoranz ist für Hunde ein klares Zeichen, dass wir uns wie Führungspersonen (Leithunde) benehmen und so respektieren sie uns auch. Begegnen wir Hunden respektvoll und benehmen wir uns dabei wie Anführer, so werden wir interessant um überhaupt “kennenlernwert” zu sein. Genau dann kommen Hunde (respektvoll) zu uns und beginnen an uns zu riechen. In diesem Moment ist der Hund bereit, um gestreichelt zu werden. Bitte aber von unten anstatt von oben. Dabei müssen wir unbedingt auf folgende Punkte achten: Stimme komplett weglassen Hund mit Augen nicht permanent fixieren (immer wieder mal wegschauen und dann wieder hinschauen) keine raschen, hektischen Bewegungen sich nicht über den Hund beugen, Körperhaltung gerade halten (etwas in die Knie gehen) kommt die Hundenase zu ihnen, ist der Hund bereit. Streicheln sie ihn von unten und nicht von oben Beachten sie dabei ob es dem Hund gefällt (sofort aufhören, wenn Anzeichen von entziehen (Kopf zur Seite) oder Bedrängen (zurückziehen, entweichen) Warnzeichen sofort beachten und sofort aufstehen (scharfer Blick, knurren) Kinder sollten in der Regel keine (fremden) Hunde begrüssen, streicheln oder nur unter Aufsicht von Erwachsenen Erwachsene, die sich im Umgang mit dem Hund unsicher oder unwohl fühlen, sollten dem Hund keine Aufmerksamkeit oder Zuwendung geben.

Umarmen von Hunden

Im Gegensatz zu uns Menschen empfindet der Hund eine Umarmung in der Regel komplett anders, als wir Menschen. Grundsätzlich würden sich Hunde untereinander nicht Umarmen. In der Hundewelt ist dies eher ein Akt der Dominanz (z.B. bei Rangordnungskämpfen, Umklammern beim Besteigen eines Hundes). Es kommt auch vor allem darauf an in welcher Situation und mit welcher Energie (ruhig oder hektisch) wir unseren Hund “umarmen” würden und welchen Rang wir selbst im Mensch-Hunderudel haben. Grundsätzlich gibt es viel bessere Formen, um seinem Hund zu zeigen, dass man ihn (artgerecht) liebt. Dazu genügt schon ein ruhiger bestimmter Griff oder ein anerkennender Blick. Dies bedingt aber, dass wir vom Hund als vertrauensvoller Sozialpartner zuvor akzeptiert wurden. Dies ist aber bei über 90% der Hundehalter nicht der Fall, gerade wegen dem falschen menschlichen Denken, das wir dem Hund jeden Tag immer wieder unter Beweis stellen. Ob wir einen Bezug zu unserem Hund haben oder nicht können wir ganz einfach testen... Achten sie in einer Situation in der Öffentlichkeit genau auf das Verhalten ihres Hundes. Kommt ihnen ein anderer Hund entgegen und sie beordern ihn ins Sitz und möchten, dass er sie anschaut, bevor er gehen kann, so werden sie nur einen respektvollen/fragenden Blick erhalten können, wenn sie im Rang über dem Hund stehen. Bei über 90% solcher Situationen schaut der Hund uns aber höchstens nur ganz kurz an, oder er fixiert uns permanent (fordernd), bis wir seiner Ignoranz oder Dominanz wieder nachgeben würden. Er ist es sich gewohnt, so immer den dominanten Teil im Rudel beanspruchen zu dürfen.

Verhalten der Hunde vor allem abhängig vom Hunde-Typ

Gefolgshunde, welche im Rudel in der Regel nur wenig bis keine Verantortung tragen, verhalten sich in der Regel viel umgänglicher und sie verzeihen uns viele Fehler, die uns Leithunde nicht verzeihen würden. Leithunde fühlen sich immer verantwortlich und treffen Entscheidungen - meist leider nicht nach unseren Gesetzen, sondern nach derer der Natur... Mehr dazu lesen Sie unter “Hunde-Typen”.

“Problemhund Mensch”

An diesen beiden Beispielen sieht man, wie gegenteilig die Kommunikation zwischen Hund und Mensch funktioniert. Erfahrungsgemäss sind es gerade die Hundehalter, die alles richtig machen, bzw. nur das Beste für ihren Hund wollen, aus tierpsychologischer Sicht die meisten Fehler machen. So sind z.B. Mütter, die im Umgang mit ihren Kindern wahrscheinlich die besten Mütter wären, die schlechtesten Hundemütter aus Sicht der Tierwelt. Lernt also Hündisch, um diesen Bezug zum Hund überhaupt erlangen zu können, den wir uns alle so sehr wünschen. Nur so kann ihr Hund die Verantwortung ihnen übertragen und selbst ein entspanntes und glückliches Leben führen. Der Hund wurde schliesslich nicht dazu geboren, um ständig auf seine “grossen Welpen” aufpassen zu müssen... Hündisch kann man in keiner Hundeschule lernen. Dieses Wissen kann man sich an unseren Seminaren erlangen.
Interview Radio Energy 3.5.16
Home News Über uns Tierpsychologie Training Videos Gästebuch Ferienbetreuung Kontakt
Für Hunde ist nicht so wichtig “was” wir tun, sondern “ob”, “wie” und “wann” wir etwas tun... Für Hunde ist die Körpersprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Im Gegensatz zu uns Menschen achten Hunde eher darauf, mit welcher Energie – also wie wir etwas tun - als auf das “was” wir tun. So empfindet z.B. ein Hund eine langsame (respektvolle) Körperbewegung von uns grundsätzlich als angenehm (respektvoll). Eine hektische Bewegung unsererseits hingegen, müsste ein Hund grundsätzlich eher als unausgeglichen/bedrohlich empfinden. Schlimm wird es für den Hund dann, wenn er selbst nicht ausgeglichen (z.B. Daueranspannungen) ist und der Mensch nebst der falschen Kommunikation dann auch noch die Stimme ins Spiel bringt. Oft ist genau diese Kombination der Auslöser für ein Fehlverhalten (Biss) von Hunden. Hier einige Beispiele:

Begrüssung eines Hundes

Gerade die Begrüssung wird in der Hundewelt ganz anders gemacht, als wir das uns unter Menschen gewohnt sind. Wenn wir jemanden von weitem erkennen, den wir gut kennen, so kann es sein, dass wir unsere Euphorie über Stimme und rasches zu einander-laufen, einander innig Umarmen und sich dabei vielleicht noch auf die Schultern klopfen. Wir Menschen interpretieren diese Handlung als Freude - Der Hund hingegen empfindet ein solches Verhalten eher als bedrohliche und unausgeglichene Handlung in der Tierwelt. In der Tierwelt wird immer der Ranghöchste zuerst auf eine sehr respektvolle (unterwürfige) Art begrüsst, bzw. er lässt sich begrüssen. Dabei würde auch keine grosse Aufregung toleriert. Im Unterschied zu uns Menschen verabschieden sich Hunde nie - sie gehen einfach. Wenn wir Menschen dann unserem Besuch noch laut “Tschüüsss” rufen, so müssen viele Hunde genau auf diese Aufregung reagieren. Begegnungen mit “Hundefans” Stellen Sie sich mal vor, sie wären ein Hund und es würde jemand auf sie zukommen, der (je nach Grösse des Hundes) 10 bis 20 Mal grösser ist als sie selbst, der frontal von vorne (Konfrontationssuche in der Hundesprache) auf sie “zuschiesst” und sie dann bedrohen würde, indem er sich über sie beugt und sie dann auch noch von oben am Kopf streicheln oder tätscheln möchte, was in der Hundesprache alles andere als “ich hab dich” lieb bedeutet. Es ist gut möglich, dass sie diese Person überhaupt nicht kennen. Würden sie mit Freude reagieren können, oder müssten sie sich nicht auch zurückziehen, bis es nicht mehr geht und dann irgendwann in den Angriff gehen? Reagiert ein Hund aus unserer Sicht falsch, so kommt dann auch noch die Frage auf: “Was hat der denn, ist der Hund aggressiv?”. NEIN, er hat uns nur auf unser sehr respektloses menschliches Verhalten hingewiesen, bzw. uns klar gemacht, dass er so nicht begrüsst werden möchte. Oft hat der Hund den Menschen auch immer 1-2x gewarnt (z.B. Knurren), bevor er dann zubeissen muss, weil gerade der Mensch die Tendenz hat, auch dieses Knurren nicht als Warnung zu respektieren. Macht man dann weiter, so muss der Hund dann korrigieren, bzw. beissen, so wie wir das dann sehen würden. Wie macht man es richtig? Unerfahrene Personen im Umgang mit Hunden sind meistens die angenehmsten Besucher. Sie ignorieren in der Regel den Hund und somit machen diese die wenigsten Fehler im Umgang mit Hunden. So können die Hunde auch weiter entspannt irgendwo herumliegen, denn niemand bringt aufgeregte Energie in den Raum. Es ist also am besten, Hunde anfänglich komplett zu ignorieren. Diese Ignoranz ist für Hunde ein klares Zeichen, dass wir uns wie Führungspersonen (Leithunde) benehmen und so respektieren sie uns auch. Begegnen wir Hunden respektvoll und benehmen wir uns dabei wie Anführer, so werden wir interessant um überhaupt “kennenlernwert” zu sein. Genau dann kommen Hunde (respektvoll) zu uns und beginnen an uns zu riechen. In diesem Moment ist der Hund bereit, um gestreichelt zu werden. Bitte aber von unten anstatt von oben. Dabei müssen wir unbedingt auf folgende Punkte achten: Stimme komplett weglassen Hund mit Augen nicht permanent fixieren (immer wieder mal wegschauen und dann wieder hinschauen) keine raschen, hektischen Bewegungen sich nicht über den Hund beugen, Körperhaltung gerade halten (etwas in die Knie gehen) kommt die Hundenase zu ihnen, ist der Hund bereit. Streicheln sie ihn von unten und nicht von oben Beachten sie dabei ob es dem Hund gefällt (sofort aufhören, wenn Anzeichen von entziehen (Kopf zur Seite) oder Bedrängen (zurückziehen, entweichen) Warnzeichen sofort beachten und sofort aufstehen (scharfer Blick, knurren) Kinder sollten in der Regel keine (fremden) Hunde begrüssen, streicheln oder nur unter Aufsicht von Erwachsenen Erwachsene, die sich im Umgang mit dem Hund unsicher oder unwohl fühlen, sollten dem Hund keine Aufmerksamkeit oder Zuwendung geben.

Umarmen von

Hunden

Im Gegensatz zu uns Menschen empfindet der Hund eine Umarmung in der Regel komplett anders, als wir Menschen. Grundsätzlich würden sich Hunde untereinander nicht Umarmen. In der Hundewelt ist dies eher ein Akt der Dominanz (z.B. bei Rangordnungskämpfen, Umklammern beim Besteigen eines Hundes). Es kommt auch vor allem darauf an in welcher Situation und mit welcher Energie (ruhig oder hektisch) wir unseren Hund “umarmen” würden und welchen Rang wir selbst im Mensch-Hunderudel haben. Grundsätzlich gibt es viel bessere Formen, um seinem Hund zu zeigen, dass man ihn (artgerecht) liebt. Dazu genügt schon ein ruhiger bestimmter Griff oder ein anerkennender Blick. Dies bedingt aber, dass wir vom Hund als vertrauensvoller Sozialpartner zuvor akzeptiert wurden. Dies ist aber bei über 90% der Hundehalter nicht der Fall, gerade wegen dem falschen menschlichen Denken, das wir dem Hund jeden Tag immer wieder unter Beweis stellen. Ob wir einen Bezug zu unserem Hund haben oder nicht können wir ganz einfach testen... Achten sie in einer Situation in der Öffentlichkeit genau auf das Verhalten ihres Hundes. Kommt ihnen ein anderer Hund entgegen und sie beordern ihn ins Sitz und möchten, dass er sie anschaut, bevor er gehen kann, so werden sie nur einen respektvollen/fragenden Blick erhalten können, wenn sie im Rang über dem Hund stehen. Bei über 90% solcher Situationen schaut der Hund uns aber höchstens nur ganz kurz an, oder er fixiert uns permanent (fordernd), bis wir seiner Ignoranz oder Dominanz wieder nachgeben würden. Er ist es sich gewohnt, so immer den dominanten Teil im Rudel beanspruchen zu dürfen.

Verhalten der Hunde vor allem

abhängig vom Hunde-Typ

Gefolgshunde, welche im Rudel in der Regel nur wenig bis keine Verantortung tragen, verhalten sich in der Regel viel umgänglicher und sie verzeihen uns viele Fehler, die uns Leithunde nicht verzeihen würden. Leithunde fühlen sich immer verantwortlich und treffen Entscheidungen - meist leider nicht nach unseren Gesetzen, sondern nach derer der Natur... Mehr dazu lesen Sie unter “Hunde-Typen”.

“Problemhund Mensch”

An diesen beiden Beispielen sieht man, wie gegenteilig die Kommunikation zwischen Hund und Mensch funktioniert. Erfahrungsgemäss sind es gerade die Hundehalter, die alles richtig machen, bzw. nur das Beste für ihren Hund wollen, aus tierpsychologischer Sicht die meisten Fehler machen. So sind z.B. Mütter, die im Umgang mit ihren Kindern wahrscheinlich die besten Mütter wären, die schlechtesten Hundemütter aus Sicht der Tierwelt. Lernt also Hündisch, um diesen Bezug zum Hund überhaupt erlangen zu können, den wir uns alle so sehr wünschen. Nur so kann ihr Hund die Verantwortung ihnen übertragen und selbst ein entspanntes und glückliches Leben führen. Der Hund wurde schliesslich nicht dazu geboren, um ständig auf seine “grossen Welpen” aufpassen zu müssen... Hündisch kann man in keiner Hundeschule lernen. Dieses Wissen kann man sich an unseren Seminaren erlangen.
Hunde besser verstehen - Verhaltensregeln
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Kiro - Labi von meiner Mutter geerbt Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Leithunde - Führung ist ALLES :-) Goliath (Alaskan Malamute) Zentralhunde unter sich... Cusco (Border), Bandit (Rumänen-Mix) und Malin (Rumänen-Mix) jähriger dt. Schäfer-Mix - Jack(y) Kona (Mali), Easy (Goldi), Chefmuus (Labi) Philosophie Trainings-Konzept Tierpsychologie / Ausbildung
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